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Günstig wohnen in ZürichDie Stadt stagniert bei den gemeinnützigen Wohnungen

In Zürich muss dereinst ein Drittel der Wohnungen gemeinnützig sein. Doch die Quote kommt nicht vom Fleck. Das sorgt für Kritik von links.

Die neuste Sieldung mit gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt Zürich steht im noblen Seefeldquartier.
Die neuste Sieldung mit gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt Zürich steht im noblen Seefeldquartier.
Foto: Raisa Durandi

Eigentlich sind sich die der Stadtrat und die linken Parteien in der Wohnbaupolitik einig, alle wollen den Anteil an günstigem Wohnraum steigern. Doch am Mittwochabend haben sich die Gemeinderäte der Alternativen Liste (AL) über den Stadtrat geärgert. Sie werfen ihm gar Fatalismus in der Wohnbaupolitik vor. Eine eigentliche Kapitulationserklärung sei der vorgelegte Bericht des Stadtrates zur wohnbaupolitischen Entwicklung von 2015 bis 2019, sagte Patrik Maillard. «Es herrscht ein Stillstand, und das wird so bleiben.» Lösungen zeige die Stadt nicht auf.

Anlass für dieses vernichtende Votum: Im Bericht schreibt die Stadtregierung, dass in Zürich in den vier Jahren zwar 2400 neue gemeinnützige Wohnungen entstanden seien. Da auch Private äusserst rege bauten, ist der Anteil an günstigen Wohnungen nicht gestiegen. Die Stimmbevölkerung aber hat der Stadt 2011 den Auftrag gegeben, den Anteil bis 2050 auf ein Drittel zu steigern. Jetzt liegt er bei knapp 30 Prozent.

Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) konterte, die Stadt habe in den letzten acht Jahren Fortschritte erzielt. Die Verwaltung habe den Auftrag, Massnahmen auszuarbeiten. Und sie erwähnte, dass die Stadt wohl die Abschreibungsbeiträge an gemeinnützige Wohnbaubetreiber erhöhen müsse, damit diese Immobilien kaufen könnten.

9 Kommentare
    Mirta Huber

    In Züirich werden ganze Siedlungen mit günstigem Wohnraum mit viel Lebensqualität, vor allem für Kinder, abgerissen. Warum unternimmt die Linke (falls es so was gibt) und der rot-grüne Stadtrat und der Mieterband hier nichts dagegen?