Die Tragödien zwischen Front und Frontex
Im Mittelmeer sterben Hunderte auf der Flucht vor dem Krieg in Libyen. Nun sollen am Dienstag weitere 270 Menschen bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen sein. Hilfswerke klagen Europa an.

Vor den tunesischen Inseln Kerkennah sind Dutzende Flüchtlinge verschollen: Frauen, Kinder, viele Männer – Libyer, Nigerianer, Eritreer. Die Sorge der internationalen Flüchtlingshilfswerke war gestern gross, dass diese jüngste Tragödie im Mittelmeer 270 Menschenleben gefordert haben könnte. Die Menschen hatten Libyen am Dienstag an Bord eines Fischerboots verlassen, das mit 850 Passagieren heillos überfüllt war – Destination Lampedusa, Italien, gelobtes Europa.













