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Mehr Platz für ZugreisendeDie Unterführung in Altstetten geht auf

Nach fast drei Jahren Bauzeit eröffnen die SBB am Donnerstag die verbreiterte Hauptunterführung am Bahnhof in Altstetten. Die Passerelle im Osten schliesst am Freitag.

Einer von vier: Neu gelangt man per Lift zu den Gleisen am Bahnhof Altstetten.
Einer von vier: Neu gelangt man per Lift zu den Gleisen am Bahnhof Altstetten.
Foto: SBB

Pendler, die über den Bahnhof Altstetten reisen, können sich auf den Donnerstagmorgen freuen: Dann steht die Unterführung zu den Gleisen wieder zur Verfügung. Fast drei Jahre lang mussten sie den Umweg über die Passerelle im Osten nehmen. Das ist ab dem 5. November um 9 Uhr vorbei.

Die umgebaute Unterführung verkürzt nicht nur den Weg zu den Perrons, die Pendler bekommen auch mehr Platz. Neu ist die Passage 12,5 statt bisher 4 Meter breit. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass der Bahnhof Altstetten punkto Pendlerzahlen zu den Top 20 der Schweiz gehört: 2019 verzeichneten die SBB dort rund 46’500 Ein- und Aussteigende pro Tag. Bis 2050 rechnen sie mit einer Zunahme auf 64'000.

Stufenfreier Zugang

Neu ist die Passage nun auch zu erreichen, ohne dabei Stufen begehen zu müssen. Vier Lifte führen hinab und zu den Gleisen hoch. Auch die Perrons haben die SBB erneuert und den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (Behig) angepasst: Sie sind auf 55 Zentimeter erhöht, wodurch der Zugang zu den Zügen stufenfrei wird.

Damit ist ein weiterer Bahnhof den Bedürfnissen von reisenden mit eingeschränkter Mobilität angepasst worden, und ein autonomes Ein- und Austeigen ist für sie möglich. Von den baulichen Anpassungen profitierten auch ältere Menschen und Personen mit Kinderwagen oder Gepäck, schreiben die SBB in einer Mitteilung.

Treppen bleiben, stufenfrei geht aber auch: Der Zugang zur neuen Hauptunterführung, die von 4 auf 12,5 Meter verbreitert wurde.
Treppen bleiben, stufenfrei geht aber auch: Der Zugang zur neuen Hauptunterführung, die von 4 auf 12,5 Meter verbreitert wurde.
Foto: SBB

Auf den Perrons 3 und 4 sowie 6 und 7 gibt es neue Wartehäuschen, die Beleuchtung wurde überall ersetzt und die Lautsprecheranlagen erneuert. Den Zugang zum Gleis 2 haben die SBB erweitert, damit dort mehr Platz für zusätzliche Ticketautomaten und Informationsmonitore zur Verfügung steht.

Das Gleis 1 hat ausgedient und ist inzwischen abgebaut. Auch die provisorische Passerelle zu den Perrons ist nur noch bis Freitag um 12 Uhr geöffnet. Danach wird sie rückgebaut, damit sie von den SBB im Bedarfsfall an einem anderen Ort wieder eingesetzt werden kann.

Abschlussarbeiten laufen noch

Die Bauarbeiten am Bahnhof Zürich-Altstetten sind mit der Eröffnung der Personenunterführung allerdings noch nicht beendet: Bis im Frühsommer 2021 müssen noch Abschlussarbeiten ausgeführt werden, was gemäss SBB aber keine Auswirkungen auf den Reiseverkehr haben sollte. Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 64 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung der SBB mit dem Bund finanziert.

Düster und eng: Die ehemalige Unterführung war nicht mehr zeitgemäss.
Düster und eng: Die ehemalige Unterführung war nicht mehr zeitgemäss.
Foto: SBB
9 Kommentare
    Willi Keller

    Warum gibts beim Zugang zur Hauptunterführung keine Rolltreppe? Ein Lift ist ja praktisch aber er ist auch ein Flaschenhals. 3 Jahre gearbeitet und dann keine Rolltreppe. Ist das zeitgemäss?