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Anrufe nach AprilscherzDie Wollschweine bleiben (leider) zu Hause

Der Bericht über Emma und Silvius, die nun die Leute in Quarantäne besuchen, war ein Aprilscherz. Gemeldet haben sich bei uns verschiedene Leute – und das Fernsehen.

Die Wollschweine bleiben im GZ Wipkingen (Archivbild).
Die Wollschweine bleiben im GZ Wipkingen (Archivbild).
Foto: Manuela Matt

Es wäre eine spezielle Form von Heimlieferservice geworden: Die Pfleger des Kinderzoos beim GZ Wipkingen bringen die beiden Wollschweine Emma und Silvius zu den Menschen nach Hause, damit sie diese streicheln können. Diese Meldung von heute Morgen war ein Aprilscherz.

Auf die Hotlinenummer, die unterhalb des Artikels stand, riefen heute Morgen rund ein Dutzend Leute an. Er hätte seine Göttitochter gerne mit diesem mobilen Streichelzoo überrascht, sagte etwa ein Mann aus Zürich. Über die Esel hätte sie sich gefreut. Enttäuscht war er nicht, denn dass es ein Aprilscherz sei, habe er für möglich gehalten. «Sehr gelungen», sagte er noch und lachte.

«Wir wünschen uns schon sehr lange einen Streichelzoo im Tösstal.»

Anruferin aus Wila

Eine Frau Mitte vierzig aus Wila dachte ebenfalls schon vorab, dass es sich hier um einen Scherz handeln könnte. Sie sagte aber auch: «Wir wünschen uns schon sehr lange einen Streichelzoo im Tösstal.» Sie habe das jetzt einfach noch loswerden wollen. Viele andere fragten zögerlich von Beginn weg, ob es sich um einen Aprilscherz handle. «Witze sind in dieser Zeit wichtig», sagte ein Mann um die 50.

Schliesslich meldete sich noch ein Reporter von TeleZüri: «Es ist wahrscheinlich ein Witz, aber wir waren nicht ganz sicher», sagte er am Telefon. Er habe nur kurz abklären wollen. Schade, dachten wir, diesen Bericht hätten wir gerne gesehen.

Nicht alles war ein Scherz

Es muss hier noch festgehalten werden, dass nicht alles in dem Text ein Scherz war. Die beiden Wollschweine heissen wirklich Emma und Silvius. Und sie sind nicht immer in ihren Gehegen gefangen, manchmal machen sie auch Spaziergänge auf der Wiese vor dem GZ. Dabei fänden sie sehr viel Beachtung, sagt eine Pflegerin.

Auch kein Scherz waren die Namen der ebenfalls in Wipkingen angesiedelten Hängebauchschweine: Sie heissen Willi, Emil und Otto. Es gehe allen gut, hiess es vonseiten des Streichelzoos.

Kein Aprilscherz war es übrigens, dass wir das Sechseläuten im «Tages-Anzeiger» aufleben lassen und dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen sind. Fotos von verkleideten Kindern, Tonaufnahmen des Sechseläuten oder einen selbst gebastelten Böögg an zuerich@tages-anzeiger.ch, Betreff: Sechseläuten. Grössere Files bitte via WeTransfer.