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Jüngste Bürgermeisterin AfghanistansDiese Frau hat keine Angst vor den Taliban

Die Islamisten ermordeten ihren Vater, sie selber entkam nur knapp dem Tod. Doch Zarifa Ghafari sagt unbeirrt: Afghanische Männer müssen eine Frau an der Spitze akzeptieren.

Kämpft gegen alle Widerstände: Zarifa Ghafari bei einer Preisverleihung in Washington D.C., im Hintergrund der ehemalige US-Aussenminister Mike Pompeo.
Kämpft gegen alle Widerstände: Zarifa Ghafari bei einer Preisverleihung in Washington D.C., im Hintergrund der ehemalige US-Aussenminister Mike Pompeo.
Foto: Mandel Ngan (AFP)

An ihrem ersten Arbeitstag im Sommer 2018 wartete ein bewaffneter Mob auf Zarifa Ghafari. Die Männer, bewaffnet mit Stöcken, versperrten der Bürgermeisterin von Maidan Shahr den Weg zum Stadthaus. Sie warfen mit Steinen nach der damals 26-Jährigen. Nur die Sicherheitskräfte konnten Schlimmeres verhindern und eskortierten sie zurück an ihren Wohnort Kabul.

Die Regierung in Kabul schlug vor, sie solle sich doch eine Arbeit an einem einfacheren Ort suchen. Maidan Shahr liegt in der konservativen Wardak-Provinz. Die Stadt mit 35’000 Einwohnern ist umgeben von Taliban-Gebieten. Frauen sind hier in der Öffentlichkeit kaum sichtbar.

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