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Biografie von C. A. LoosliDieser Berner Schriftsteller wurde verleumdet und geächtet

Carl Albert Loosli war als Schriftsteller, Gesellschaftskritiker und Satiriker ein unbeugsamer Kämpfer gegen Unrecht und Ignoranz. Eine neue Biografie weitet sich auch zu einem Stück bernische und schweizerische Kulturgeschichte.

Unermüdlicher Aufklärer und scharfer Ankläger: Der Schriftsteller Carl Albert Loosli um 1950.
Unermüdlicher Aufklärer und scharfer Ankläger: Der Schriftsteller Carl Albert Loosli um 1950.
Foto: BZ-Archiv

«Ihr braven Leute nennt euch Demokraten / Weil euch das Stimmrecht in den Schoss gelegt / Und seid so bettelarm an braven Taten / Ihr habt euch um den Mammon stets bewegt!» Die bissigen Verse finden sich in der Broschüre «Ist die Schweiz regenerationsbedürftig?» aus dem Jahr 1912. Verfasser ist der damals 35-jährige Berner Schriftsteller Carl Albert Loosli, der als Jugendlicher und junger Mann am eigenen Leib erfahren hatte, was für dunkle Ecken die scheinbar strahlende Schweizer Demokratie aufwies.

C. A. Loosli (1877–1959) ist vielen als Autor des Justizromans «Die Schattmattbauern» und als Mundartdichter («Mys Ämmital») in Erinnerung geblieben. Aber da war noch viel mehr. Den «Philosophen von Bümpliz» hat ihn der Germanist Jonas Fränkel einmal genannt. Sein Schicksal als elternlos aufgewachsener Jugendlicher, der als 12-Jähriger verdingt wurde und in der Jugendanstalt Trachselwald Schikanen und Demütigungen erlebte, liess C. A. Loosli zu einem kompromisslosen Kämpfer für Menschen- und Bürgerrechte werden.

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