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Schweizer Firma klagt gegen Apple

Apple schaltet keine gesperrten iPhones frei, die als Fundsachen abgegeben wurden. Dagegen geht nun eine Schweizer Firma vor Gericht.

Apple entsperrt die Geräte nur nach richterlichem Beschluss oder unter Vorlage der Originalquittung: Aufgefundene iPhones. Symbolbild: Reuters
Apple entsperrt die Geräte nur nach richterlichem Beschluss oder unter Vorlage der Originalquittung: Aufgefundene iPhones. Symbolbild: Reuters

Rund 400 iPhones und iPads stapeln sich zurzeit im Lager von Fundsachenverkauf.ch. Die Geräte stammen unter anderem aus den Fundbüros von SBB und VBZ. Das Problem: Als funktionierende Handys und iPads können sie nicht weiterverkauft werden. «Sie sind mit einer iCloud-Aktivierungssperre geschützt», sagt Roland Widmer, Geschäftsführer der Zürcher Firma.

Die Smartphones dienen nur noch als Ersatzteillager. Denn Apple entsperrt die Geräte nur nach richterlichem Beschluss oder unter Vorlage der Originalquittung. Dabei würden vor dem Verkauf alle Daten auf den Geräten gelöscht. Mit der Polizei werde zudem geprüft, ob sie als gestohlen gemeldet sind.

«Keine Rechtsgrundlage»

Nach Widmers Einschätzung missachte Apple mit dieser Praxis das Schweizer Eigentumsrecht, da Fundsachen ab einem Wert von 50 Franken nach drei Monaten wiederverkauft werden dürfen. Er hat nun den offiziellen Weg gewählt und eine Zivilklage wegen «Missachtung des Eigentumsrechts» eingereicht.

Martin Steiger, ein auf IT-Recht spezialisierter Rechtsanwalt sagt, dass er Verständnis für die unerfreuliche Situation der Firma habe. Denn diese muss alle Fundsachen en bloc übernehmen – egal ob es sich dabei um wertlose Gegenstände oder Diamantringe handle. Doch: Eine Rechtsgrundlage, die Apple dazu zwingen könnte, die Geräte mit bestehender Aktivierungssperre freizuschalten, sieht Steiger nicht.

Eingeführt wurde die Sperre mit dem Betriebssystem iOS 7. Sie ist automatisch aktiviert. «Seither ist es wesentlich weniger attraktiv geworden, iPhones oder iPads zu klauen», sagt Steiger.

(Übernommen von 20min.ch. Bearbeitung: TA)

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