800 Dollar statt 13,6 Milliarden – und er bereut nichts

Ronald Wayne hat Apple mitgegründet, 1976 liess er sich auszahlen. Hätte er dies nicht getan, wäre er heute Multimilliardär. Trotzdem findet der 75-Jährige, er habe alles richtig gemacht.

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Wer kennt Ronald Wayne? Wohl nur Computerexperten. Weder Reuters noch Keystone führen auch nur ein Bild des heute 75-jährigen Amerikaners in ihren Fotoarchiven. Dabei ist Wayne der Mann, der in den Siebzigerjahren das Apple-Logo zeichnete und das Benutzerhandbuch für den Apple I schrieb. In IT-Kreisen wird er darum auch oft als «dritter Apple-Gründer» bezeichnet – neben Steve Jobs und Steve Wozniak.

Lieber glücklich als reich und tot

Vor 34 Jahren verkaufte Ronald Wayne seinen Anteil am Unternehmen, 10 Prozent des gesamten Aktienvolumens, für 800 Dollar. Im Rückblick war dies wohl ein falscher Entscheid. Ein brutal falscher sogar: Wie «News of The World» berichtet, wären diese Aktien heute 13,6 Milliarden Dollar wert. Wayne indes bereut nichts. «Wenn ich geblieben wäre, wäre ich heute unglaublich reich. Aber ich hätte auch als reichster Mann auf dem Friedhof geendet – gestorben an einem Herzinfarkt.»

Was hat ihn zum Verkaufsentscheid 1976 getrieben? Wayne gibt offen zu, das Risiko, zusammen mit den anderen Gesellschaftern Jobs und Woznyak persönlich für alle Schulden des Unternehmens zu haften, gescheut zu haben. «Steve Jobs hat sich 15'000 Dollar geliehen, um Computermaterial kaufen zu können. Ich hätte als Gesellschafter mit 1500 Dollar einspringen müssen (...) Ich hatte genug Stress in meinem Leben und mehr wollte ich mir einfach nicht aufbürden. Ich war auf der Suche nach einem ruhigen Leben», so Wayne gegenüber der «News of The World».

«Das war die richtige Entscheidung»

So lebt Wayne, der sich 1998 pensionieren liess, heute in einem bescheidenen Häuschen im US-Bundesstaat Nevada statt als Multimilliardär in einer Villa in Beverly Hills. «Ich habe meine Entscheidung gefällt aufgrund der Informationen, die ich damals hatte. Und das war die richtige Entscheidung. Im Rückblick könnte man das anders sehen. Aber ich bereue nichts.»

«Was wäre, wenn...?»: Fragen mit diesem Beginn muss er immer wieder beantworten. Seine Antwort ist jedes Mal dieselbe: «Das Leben ist zu kurz. Ich bin gesund, habe Familie und Integrität. Und das ist das schönste Glück, das man haben kann.»

(rek)

Erstellt: 20.04.2010, 14:46 Uhr

«Non, je ne regrette rien»: Ronald Wayne.

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