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Acht aus Hunderttausend

Microsoft hat mit seinem App Store die 100'000er-Marke geknackt. Anlass genug, einen Blick auf empfehlenswerte kostenlose Programme zu werfen.

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Seit gut einem halben Jahr ist der App Store von Windows 8 offen. Das Angebot wirkt im Vergleich zu Apples oder Googles Angebot dünn. Microsoft hinkt der Konkurrenz zahlenmässig hinterher, und auch qualitativ sind viele Apps längst nicht annähernd so reif wie bei Apples inzwischen fünf Jahre altem Store.

Doch Microsoft liefert der Konkurrenz eine Aufholjagd. Vor kurzem konnte das Store-Team über den offiziellen Twitter-Account @windevs mitteilen, dass die 100'000er-Marke geknackt ist. In diesem Angebot gibt es auch einige Apps, die man nicht von den anderen Stores kennt und die nicht bloss als Abklatsch eines herkömmlichen Windows-Programms betrachtet werden müssen. Acht solche Apps haben wir herausgesucht:

Onenote steht zwar im Schatten von Evernote, aber zu Unrecht. Die Desktop-Version des Notizprogramms ist Teil von Office und überzeugt nicht nur durch den einfachen Datenaustausch mit Word, sondern auch durch eine integrierte Text- und Spracherkennung.

Die Tablet-Variante von Onenote ist ganz aufs Tablet zugeschnitten. Notizen lassen sich auch handschriftlich erfassen, und per Stift kann man auf Grafiken oder Fotos zeichnen. Der Clou bei Onenote ist das radiale Menü: Es erscheint neben dem Objekt, an dem man gerade arbeitet, und ordnet Befehlsschaltflächen im Kreis an. Das radiale Menü stellt in Reichweite des Fingers bzw. Stifts alle notwendigen Befehle zur Verfügung und verschwindet bei Nichtgebrauch komplett. Auch die Seitenleiste lässt sich ausblenden, sodass man bei der Arbeit mit seinen Notizen durch keinerlei Bedienelemente abgelenkt wird.

Die Notizbücher werden automatisch über Skydrive abgeglichen.

Fresh Paint von Microsoft geniesst nicht zu Unrecht den Status als Vorzeige-App, die stolz auch in Werbespots präsentiert wird. Mit diesem Mal-Progrämmchen widmet man sich der Ölmalerei, ohne dass man sich die Kleider besudeln könnte. Auch diese App nutzt man am besten am Tablet – und idealerweise mit einem drucksensitiven Stift, wie er beim Surface Pro mitgeliefert wird. Dann kann man Farbe mit mehr oder weniger Druck auftragen und direkt auf dem Display arbeiten – und das ist einfacher als per Maus.

Mischen, pinseln und radieren

Fresh Paint lässt einen mit verschiedenen Papiersorten und Pinseln arbeiten. Man kann Farbe auf der Palette mischen, mit Bleistift oder Kreide Konturen nachziehen und Stellen ausradieren. Mit dem Ventilator kann man die aufgetragene Farbe trocknen. Denn solange diese noch feucht ist, vermischt sie sich mit neuen Pinselstrichen. Man kann in Fresh Paint auch direkt auf ein Foto malen und so der Kunst auf die Sprünge helfen.

Metro Commander lässt einen die Dateien auf dem Tablet oder Touch-Computer per Finger verwalten. Die App zeigt das Dateisystem in der klassischen zweigeteilten Ansicht, in der man Dokumente einfach von einem Ordner in einen anderen verschieben oder kopieren kann. Markieren von Dateien ist mit Gesten möglich, was gegenüber der Arbeit mit dem Windows-Explorer im Desktop bei mobilen Geräten sehr viel einfacher ist. Ein nettes Detail: Ist ein einzelnes Bild ausgewählt, sieht man im Hintergrund eine bildschirmfüllende Vorschau.

Die kostenlose Variante von Metro Commander enthält Werbung. Gegen einen In-App-Kauf von 3.80 Fr. lässt sich diese Werbung deaktivieren.

US-zentrisches Leseangebot

Comics existiert auch für andere Plattformen – doch das tut dem Vergnügen keinen Abbruch. Denn Windows-Tablets wie das Surface sind hervorragend geeignet, um Comics zu konsumieren. Die App von Comixology eröffnet den Zugang zu bekannten Marvel-Titeln wie «X-Men», «Avengers» oder «Hulk», bietet darüber hinaus aber eine breite Auswahl an Titeln, die man über die Kategorien Series, Creators, Genres oder Publisher erschliesst. Comic-Novizen finden in der Kategorie «New to Comics?» Titel, die sich für Einsteiger eignen, und wer kein Geld ausgeben mag, findet unter «Free Comics» sogar kostenlose Titel.

Die Titel sind, bis auf einige Bände in Französisch, in englischer Sprache zu lesen – und das europäische Comicschaffen ist in der App und im Store bislang untervertreten.

Metropass verwaltet Passwörter in einer verschlüsselten Keepass-Datenbank. Keepass existiert auch für die Desktopversion von Windows, Mac OS X, iOS und Android, sodass auch mit diesen Geräten verschlüsselte Passwörter ausgetauscht werden können. Das klappt auch via Dropbox – Dropbox gibt es inzwischen nämlich auch als App für Windows RT.

Ein Nachteil hat Metropass: Die App unterstützt nur Datenbanken der Version 2.x; die kompatiblere Version 1.x kann nicht verwendet werden.

Music Maker Jam unterstützt auch wenig geübte Heimmusiker beim fröhlichen Komponieren und Musizieren. Die Freeware von Magix operiert mit vorgefertigten Samples aus den Musik-Genres Dubstep, Jazz, Tech House und Rock, die man arrangiert, abmischt und mit Effekten versieht.

Eine breite stilistische Palette

Zusätzliche Musikstile sind für 3.20 Franken pro Stil käuflich zu erwerben. 37 Stile stehen zur Wahl – von Eurodance über Swing, Blues und Bossa Nova bis hin zu Hip-Hop und Breakbeat. Die App ist auf die Gestensteuerung ausgelegt – nicht ganz so ausgeklügelt wie Apples Garageband, aber eine App, die Spass macht.

All My Storage erschliesst die diversen virtuellen Festplatten im Netz. Über eine integrierte Oberfläche verwendet man nicht nur Dropbox, sondern auch Google Drive, Skydrive (sogar mit mehreren Benutzerkonten) und Google Drive (einzelne Funktionen sind nur in der Pro-Version enthalten).

Die kostenlose Version der App enthält Werbung, die man für 4.50 Franken entfernen kann.

Windows 8 Cheat Keys hilft Anwendern weiter, die sich mit dem neuen Betriebssystem noch nicht so recht anfreunden mochten. Die App verrät Tastaturbefehle, mit denen man schneller navigiert – und via «Live Tile» sind diese Tipps direkt auf dem Startbildschirm ersichtlich. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.07.2013, 07:01 Uhr

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