Antivirus-Pionier John McAfee feiert Comeback

Auf der Technikmesse CES ist John McAfee wieder ins Rampenlicht getreten. Er stellte sein neustes Projekt vor, das die manuelle Eingabe von Passwörtern ablösen soll.

Machte zuletzt als Kandidat für die US-Präsidentenwahl 2016 von sich reden: IT-Unternehmer John McAfee (l.) posiert an der Technik-Messe CES in Las Vegas für ein Selfie. (8. Januar 2016)

Machte zuletzt als Kandidat für die US-Präsidentenwahl 2016 von sich reden: IT-Unternehmer John McAfee (l.) posiert an der Technik-Messe CES in Las Vegas für ein Selfie. (8. Januar 2016) Bild: AP/Gregory Bull/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

John McAfee, eine der schillerndsten Figuren der Softwarebranche, ist auf die Bühne der IT-Industrie zurückgekehrt. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas pries der Antivirus-Pionier sein neues Projekt «Everykey» an. Damit soll die manuelle Eingabe von Passwörtern abgelöst werden. McAfee hatte in den 80er Jahren das nach ihm benannte Software-Unternehmen gegründet, aus dem er sich Mitte der 90er Jahre zurückzog. Nach Jahren als Weltenbummler machte er 2012 weltweit Schlagzeilen, als nach einem Mord an seinem Nachbarn in Belize nach ihm gefahndet wurde. Nach einer Flucht durch den Dschungel kehrte er in die USA zurück und liess sich zuletzt als Kandidat für die Präsidentenwahl 2016 registrieren.

Neuste Erfindung: Everykey

Everykey besteht aus einem Gerät, das wie ein USB-Stick aussieht und einem Armband. Mit Hilfe einer verschlüsselten Kommunikation sollen beide Teile zusammen Geräte, Websites oder auch physische Schlösser entsperren. Wenn das Armband sich von dem Dongle entfernt, wird der Zugang wieder gesperrt.

Das Unternehmen aus Cleveland, für das McAfee als eine Art Markenbotschafter auftritt, ist ein Spin-off der Case Western Research University. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammelt Everykey derzeit Geld für die Umsetzung des Projekts. Das Finanzierungsziel von 20'000 Dollar war am Freitag bereits um 600 Prozent überboten worden. Die Aktion endet am kommenden Montag. (afo/sda)

Erstellt: 09.01.2016, 03:10 Uhr

Artikel zum Thema

McAfee zurück in Miami

John McAfee wurde in Guatemala überraschend aus der Haft entlassen und in ein Flugzeug Richtung Miami gesetzt. Dort überlegt er sich nun in einem Luxushotel, was aus seiner Zukunft werden soll. Mehr...

Sind Norton, Kaspersky und McAfee nicht Schutz genug?

Das Ende von Windows XP im April 2014 beschäftigt die Kummerbox weiterhin – kann man das Betriebssystem mit einem guten Virenschutz nicht trotzdem weiterverwenden? Mehr...

McAfee in Guatemala festgenommen

Festnahme statt Asyl: Der international gesuchte John McAfee wurde in Guatemala-Stadt von Polizisten abgeführt. Die Einreise ins Nachbarland von Belize erwies sich damit vorerst als wenig geschickter Schachzug. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Welttheater Big Ben verstummt
Blog Mag Das Auto, dein Partner
Mamablog Kinder beschimpfen

Newsletter

Kurz, bündig, übersichtlich

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Die Welt in Bildern

Installationskünstler: Präsentation des Werks «Der Baum, der blinzelte» vom britischen Künstler Karel Bata in einem Nachtfestival in Singapur. Das Lichtspektakel findet vom 18. bis 26. August 2017 statt (16. August 2017).
(Bild: Wallace Woon) Mehr...