Auf der Suche nach dem perfekten Verkehrsfluss

Kein Stau für Auto-Pendler und vernünftige Billettpreise: Im PC-Spiel «Cities in Motion» wird man zum Verkehrsplaner.

Die Pendler möglichst effizient zum Ziel leiten: «Cities in Motion»

Die Pendler möglichst effizient zum Ziel leiten: «Cities in Motion» Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Warum stehen jeden Morgen Tausende Pendler im Stau, statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren? Sind Busse und Bahnen zu umständlich zu nutzen, sind sie zu teuer oder nicht verlässlich genug? Über all diese Fragen sollte sich der Spieler der PC-Verkehrssimulation «Cities in Motion» Gedanken machen. Er muss zusehen, dass Arbeiter und Geschäftsleute, Touristen und Studenten mühelos von einem Punkt der Stadt zum anderen fahren können - ohne Stau und zu einem vernünftigen Preis.

Jede Mission mit eigener Herausforderung

Das ist kompliziert, schliesslich dürfen auch die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Zur Auswahl stehen Kampagnen in vier Städten aus den Jahren von 1920 bis 2020. Jede hat ihre ganz eigene Herausforderung: In Berlin wollen grosse Touristengruppen durch die Stadt gefahren werden, in Amsterdam machen die vielen Grachten das Anlegen einer U-Bahn-Linie schwierig, Helsinki erstreckt sich über eine grosse Fläche und Wien wird von der Donau geteilt.

Wer sich erst einmal an die Steuerung über diverse Fenster zum Anlegen von U-Bahn- und Buslinien, Strassenbahnschienen und Hubschrauberlandeplätzen gewöhnt hat, findet schnell Spass am Knobeln. Kreatives Denken ist gefragt, denn die Kunden wollen zufriedengestellt werden. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Bedürfnisse: Die Arbeiter wollen möglichst günstig nach Hause fahren, während die Angestellten schon etwas mehr Geld ausgeben können. Für die Geschäftsleute steht die Bequemlichkeit im Vordergrund und Touristen wollen alle Sehenswürdigkeiten einer Stadt möglichst schnell erreichen können.

Vorsicht bei der Erhöhung der Fahrpreise

Der Spieler hat nun diverse Möglichkeiten, seine Aufgaben in den Kampagnen zu erfüllen. Er muss für ausreichend Fahrzeuge in der richtigen Grösse sorgen, diese auch noch warten lassen und an den passenden Punkten Haltestellen errichten. Auch die Gehälter für die Mitarbeiter und die Fahrpreise müssen regelmässig überprüft werden, da sich die wirtschaftliche Lage ändern kann.

Mit der Erhöhung der Fahrpreise sollte der Spieler allerdings vorsichtig sein, zu schnell sind potenzielle Kunden vergrault. Gut bezahlte Angestellte dagegen verbessern den Ruf der Firma. Und natürlich sollte man nie den Kreditrahmen aus den Augen verlieren. Bei allem Engagement kann es allerdings manchmal etwas dauern, bis die Bürger im Spiel das neue Angebot annehmen. In der Wartezeit kann sich der Spieler einen Eindruck von der ansprechenden Grafik verschaffen, mit der die Metropolen lebendig und klar gestaltet wurden. Bei «Cities in Motion» ist eben alles wie im richtigen Leben: Die Verkehrsplanung ist nie abgeschlossen.

Das Spiel ist bei Paradox erschienen und ohne Altersbeschränkung freigegeben. Es kostet rund 30 Euro.

Bildhinweis: 280311APR101 (dapd)

Erstellt: 29.03.2011, 18:34 Uhr

Artikel zum Thema

So spielt sich Nintendos 3-D-Konsole

Hunde, die ihre Pfoten aus dem Bildschirm zu strecken scheinen, und Arbeitskollegen, die durchs Büro fliegen: Nintendo lanciert im März eine portable 3-D-Spielkonsole. Tagesanzeiger.ch/Newsnet konnte sie bereits ausprobieren. Mehr...

Blogs

Mamablog Vaterschaftsurlaub – der Krimi geht weiter

Sweet Home Grosses Theater zu Hause

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Klebriger Protest: Eine PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) Aktivistin protestiert im Vorfeld der Mailänder Fashion Week gegen die Lederindustrie indem sie sich mit schwarzem Schleim übergiesst. (18. Februar 2020)
(Bild: Flavio Lo Scalzo) Mehr...