Das sind die nachhaltigsten Elektronikfirmen

Greenpeace hat 15 Elektronikhersteller auf ihre Nachhaltigkeit hin untersuchen lassen. Apple landet im Mittelfeld.

In der Greenpeace-Rangliste auf dem ersten Platz gelandet: Hewlett-Packard.

In der Greenpeace-Rangliste auf dem ersten Platz gelandet: Hewlett-Packard. Bild: Keystone

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Auf der diesjährigen Rangliste der nachhaltigsten Elektronikhersteller schneidet HP am besten ab. Wobei «am besten» eigentlich heissen müsste: «am wenigsten schlecht». Denn von theoretisch möglichen 10 Punkten erreicht auch HP nur deren 5,9. Immerhin hat sich das Unternehmen aber seit dem Vorjahr verbessert und punktet primär mit einer transparenten Information über den eigenen Ausstoss an Treibhausgasen und dem Bestreben, alle Operationen des Konzerns nachhaltig und energiesparend umzugestalten. HP-Produkte hingegen schneiden eher schlecht ab, sowohl bei den Giftstoffen wie auch bei der Energieeffizienz.

Auch Dell hat sich gesteigert

Die einzige weitere Firma, die es über die 5-Punkte-Hürde schafft, ist Dell, die sich auch stark gesteigert hat. Sie punktet ebenfalls vor allem mit guten Absichten – man will die Gesamtemissionen bis 2015 um 40 Prozent senken –, schneidet aber bei den Produkten eher schlecht ab.

Nokia landet auf Rang 3, von 2008 bis 2010 führten die Finnen die Rangliste an. Sie punkten beim Recycling, energieeffizienten Produkten und mit Auskunft über ihren Treibhausgasausstoss, fallen aber im Energieverbrauch zurück.

Im Mittelfeld folgen Apple, Philips, Sony Ericsson und Samsung, von denen primär Apple gemäss Greenpeace Fortschritte gemacht hat. Weniger als 4 Punkte erreichen Lenovo, Panasonic, Sony und Sharp.

Acer und RIM auf den hintersten Plätzen

Die hintersten Plätze mit unter 3 Punkten belegen Acer, LG Electronics, Toshiba und RIM. Bei Acer mangle es bei der Energiepolitik, immerhin vermeiden ihre Produkte ordentlich Giftstoffe. Auch die Koreaner (LG) und Japaner (Toshiba) seien zu wenig entschlossen, ihre Energie aus erneuerbaren Ressourcen zu beziehen, und ihre Produkte schneiden zudem bei Giftstoffen und Energieverbrauch schlecht ab. Der kanadische Blackberry-Hersteller RIM belegt unter anderem deshalb den letzten Platz, weil er kaum Informationen über den eigenen Verbrauch bekannt gibt.

Erstellt: 14.11.2011, 14:22 Uhr

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Quelle: Greenpeace.org

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