Das ungeliebte Kind von Nokia und Siemens

Die Grosskonzerne finden einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge keinen Käufer für ihr Gemeinschaftsunternehmen, den Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN).

Joint Venture mit grossen Problemen: Laut «Wall Street Journal» häuft Nokia Siemens Networks seit seiner Gründung 2007 Verluste an.

Joint Venture mit grossen Problemen: Laut «Wall Street Journal» häuft Nokia Siemens Networks seit seiner Gründung 2007 Verluste an. Bild: Keystone

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Siemens und Nokia finden einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge keinen Käufer für ihr Gemeinschaftsunternehmen, den Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN).

Daher erwägen die beiden Konzerne dem «Wall Street Journal» zufolge nun, NSN umzustrukturieren und dafür auch wieder mehr Geld in das Unternehmen zu stecken, wie die Zeitung am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe berichtete.

Verluste seit der Gründung

Verhandlungen mit den Finanzinvestoren Gores Group und Platinum Equity hätten offenbar keine Chance mehr. Die Beteiligungsgesellschaften KKR und TPG hingegen könnten einen Minderheitsanteil an NSN übernehmen, berichtete die Zeitung weiter.

Ein Nokia-Sprecher sagte dem Blatt, NSN sei auf gutem Wege, und die Anteilseigner hätten ein übereinstimmendes Interesse daran, das Gemeinschaftsunternehmen solide und rentabel zu machen. Siemens und Nokia halten jeweils 50 Prozent an NSN. Laut «Wall Street Journal» häuft das Joint Venture seit seiner Gründung 2007 Verluste an. Konkurrenten sind Ericsson, Alcatel-Lucent und die chinesischen Firmen Huawei und ZTE. (rek/AFP)

Erstellt: 27.06.2011, 11:42 Uhr

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