Drei Tote in iPad-Fabrik

Die Zahl der Toten bei der Explosion im Foxconn-Werk hat sich auf drei erhöht. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Explosion am Freitag vorsätzlich ausgelöst worden ist.

«Explosion brennbaren Staubes in einer Leitung»: Ein bei der Explosion verletzter Mann vor den Spital im chinesischen Chengdu.

«Explosion brennbaren Staubes in einer Leitung»: Ein bei der Explosion verletzter Mann vor den Spital im chinesischen Chengdu. Bild: Keystone

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Die Zahl der Toten bei einer Explosion in einem chinesischen Werk von Apple-Zulieferer Foxconn ist nach Angaben des Unternehmens von zwei auf drei gestiegen.

In einer Stellungnahme am Sonntag hiess es zudem, die örtlichen Behörden seien nach vorläufigen Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, dass der Unfall in der Stadt Chengdu im Südwesten Chinas durch eine «Explosion brennbaren Staubes in einer Leitung» verursacht worden sei.

Einer der weltweit wichtigsten Zulieferer

Bereits am Samstag hatte ein Sprecher der Behörden erklärt, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Explosion am Freitag, bei der auch 15 Menschen verletzt wurden, vorsätzlich ausgelöst worden sei.

Foxconn ist einer der weltweit wichtigsten Elektronikzulieferer. Das in Taiwan ansässige Unternehmen stellt unter anderem iPads und iPhones für Apple her, beliefert aber auch andere Unternehmen wie Sony und Hewlett-Packard.

In den vergangenen Jahren war Foxconn immer wieder wegen der Arbeitsbedingungen in einigen Werken sowie einer Serie von Selbstmorden von Mitarbeitern in die Kritik geraten.

(rek/dapd)

Erstellt: 23.05.2011, 12:07 Uhr

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