Er springt wieder

Super Mario landet auf dem Smartphone. Für Nintendo ist es ein doppeltes Experiment.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nintendo wagt ein Experiment mit seiner wichtigsten Marke. «Super Mario Run» bringt den bekanntesten Klempner der Welt aufs iPhone. Das ist neu, bisher war die Mariowelt exklusiv auf Nintendos eigener Hardware zu finden. Es ist ausserdem das erste Mobilegame, das Nintendo selbst entwickelt. Für «Pokemon Go» holte sich Nintendo noch Hilfe bei der Google-Spieleschmiede Niantic.

Nicht nur bei der Plattform, auch beim Spielprinzip geht Nintendo neue Wege. Zwar gleicht «Super Mario Run» seinen 2-D-Vorgängern praktisch bis aufs Haar, die Steuerung ist aber auf die simpelst mögliche Idee heruntergebrochen: Wie in einem «Endless Runner» läuft Mario nämlich selbstständig nach rechts. Am Spieler ist es, im richtigen Moment zu springen.

Gemütlichkeit statt Adrenalin

Anders als bei bisherigen Runnerspielen à la «Canabalt» oder «Flappy Bird» ist «Super Mario Run» aber nicht auf reinen Adrenalinschub aus. Es steht nicht das Überleben der Hauptfigur im Vordergrund – sondern das Sammeln von Punkten. Segnet Mario das Zeitliche, wird er an gleicher Stelle wiederbelebt. So spielt sich «Super Mario Run» deutlich gemütlicher. Ausserdem gestaltet sich der Lauf durch die Levels trotz Simpelprinzip abwechslungsreich. Immer wieder kann der Spieler Abzweigungen nehmen – was für Motivation sorgt, Levels mehrmals zu spielen.

Geld einspielen soll «Super Mario Run» auf direktere Weise als «Pokemon Go», Nintendos bisher erfolgreichstes Spiel des Jahres. Während Nintendo bei «Pokemon Go» auf Free to Play setzte, also das Spiel grundsätzlich gratis machte und mit In-App-Käufen Erlöse erzielte, kostet «Super Mario Run» fast von Beginn weg Geld. So ist nur das Spielen der ersten von sechs Welten im Game kostenlos, wer das ganze Spiel freischalten möchte, zahlt zehn Franken.

«Super Mario Run» ist bisher für iPhone und iPad erhältlich, eine Version für Androidgeräte soll folgen. (jro)

Erstellt: 16.12.2016, 17:26 Uhr

Artikel zum Thema

Nintendos Flucht nach vorn

Die Switch verheiratet Gaming unterwegs und zu Hause. Es ist nicht der erste Tabubruch der Japaner. Mehr...

«Pokémon Go» bis zum Crash

Outdoor Handystarrer machen den Verkehr unsicher – vor allem, wenn sie den Platz mit Velos teilen müssen. Zum Blog

Die Monsterjäger

Tausende jagen täglich nach Pokémon-Go-Mönsterchen. Die Spieler laufen dafür zig Kilometer durch Zürich – und bekommen von der Stadt doch nichts mit. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Kommentare

Blogs

Geldblog Corona vermiest Firmen das Geschäft

Sweet Home Grosses Theater zu Hause

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Klebriger Protest: Eine PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) Aktivistin protestiert im Vorfeld der Mailänder Fashion Week gegen die Lederindustrie indem sie sich mit schwarzem Schleim übergiesst. (18. Februar 2020)
(Bild: Flavio Lo Scalzo) Mehr...