Google verlegt das Herz des Computers ins Internet

Der US-Technologiekonzern stellt die zweite Generation von Chromebook und Chromebox vor – und macht sich frei von der Festplatte.

Macht auf den ersten Blick einen schlanken und einfachen Eindruck: Das Chromebook (Samsung Series 5 550).

Macht auf den ersten Blick einen schlanken und einfachen Eindruck: Das Chromebook (Samsung Series 5 550).

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Google macht sich frei von der Festplatte. Der US-Technologiekonzern bietet zwei neue Computer an, die den Grossteil des Speicherplatzes in das Internet auslagern. Der Laptop Chromebook und der PC Chromebox verfügen lediglich über einen Flash-Memory-Stick, grössere Dokumente müssen in der Cloud abgelegt werden. Für viele Anwendungen benötigen die Google-Computer aus dem Hause Samsung allerdings eine Internetverbindung.

Ausserdem können umfangreichere Programme wie beispielsweise das Office-Paket von Microsoft nicht heruntergeladen werden. Stattdessen arbeiten Laptop und PC mit für den Browser Chrome geschriebenen Apps. Was Chromebook und Chromebox bei Speicherplatz und Programmen vermissen lassen, machen sie mit Schnelligkeit wett. Da keine umfangreiche Software geladen werden muss, fahren die auf Chrome OS basierenden Geräte zügig hoch. Nach der ersten Version im vergangenen Sommer hat Google nun die zweite Generation der Light-Rechner vorgestellt.

Das Chromebook

Das Chromebook (Samsung Series 5 550) macht auf den ersten Blick einen schlanken und einfachen Eindruck. Es verfügt über einen 12,1-Zoll-Bildschirm und wiegt rund eineinhalb Kilo. Der Laptop verfügt über eingebautes Wi-Fi und ein 3G-Modem. Im Inneren des Chromebooks arbeiten ein Celeron-Prozessor von Intel und ein Arbeitsspeicher mit vier Gigabyte. Der Flash-Speicher von 16 Gigabyte ist mit Musik und Fotos schnell ausgelastet, längere Videos lassen sich kaum speichern. Google bietet in seinem Web-Store zahlreiche kostenlose Apps für das Chromebook an.

Der PC Chromebox

Der PC Chromebox (Samsung Series 3) verfügt über sechs USB-Anschlüsse, einen DVI-Ausgang sowie zwei Displayports für die Übertragung von Videosignalen auf einen externen Bildschirm. Wie der Google-Laptop hat auch der Flash-Speicher des PCs eine Kapazität von 16 Gigabyte. Da der Rechner weder mit einer Festplatte, noch einer Lüftung ausgestattet ist, läuft er ausgesprochen geräuscharm. Damit eignet sich der leise Computer vor allem für das Abspielen von Filmen. Zudem lassen sich Apps wie Twitter in ihrer Originalversion - und nicht wie beispielsweise bei Konsolen lediglich in einer bearbeiteten Fassung - auf einen Fernseher übertragen.

Bislang nur eine Ergänzung

Da das Arbeiten über die Cloud noch nicht völlig sicher läuft, können Chromebook und Chromebox derzeit nicht als Ersatz für herkömmliche Computer gelten. Google dürfte Laptop und PC eher als Ergänzung zum vollwertigen Rechner auf dem Markt positionieren. Im Gegensatz zu Tablet-PCs verfügen die beiden Geräte aber immerhin über eine Tastatur, die ein komfortables Arbeiten ermöglicht. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.07.2012, 12:09 Uhr

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