Hatz nach Bananen und Diamanten

Joggen war gestern – heute rennt man am Tablet einem neuen Highscore entgegen.

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Die Spielidee bei den Endless Runner Games ist so einfach wie bestechend: Eine Spielfigur hetzt in konstantem oder schneller werdendem Tempo über eine Piste – und als Spieler muss man verhindern, dass sie stolpert, gegen ein Hindernis prallt oder in einen Abgrund stürzt. Je länger die Figur am Leben bleibt, desto besser. Nicht nur die Punktezahl wird höher, sondern auch das Guthaben an aufgesammelten Gegenständen und Powerups. Letzteres sind Objekte, die besondere Fähigkeiten verleihen. Die Quellen im Netz sind sich nicht einig, welches der erste Endless Runner war. Ein heisser Kandidat ist «Canabalt» (3 Franken). Bei diesem Spiel mit kultiger Retro-Grafik rennt man über Hausdächer und Stahlträger und hüpft per Wischgeste über die tödlichen Abgründe. Dieses Spiel zeigt das Geschehen von der Seite, wobei die Ansicht von rechts nach links mitscrollt.

Gehörig Schub erfuhr das Genre mit «Temple Run» und den Nachfolgern «Temple Run 2» und «OZ» (jeweils für iOS und Android). Bei diesen Titeln blickt man der Spielfigur über die Schulter, während sie auf der Jagd nach Diamanten durch eine dreidimensionale Landschaft hetzt und zwischendurch mit einer Lore ein Bergwerk durchquert oder mit dem Heissluftballon abhebt. Während man bei «Temple Run 2» (ausführliche Besprechung) wie Indiana Jones Gräber plündert und von den Wächtern in Gestalt eines riesigen Gorillas flüchten muss, ist «Temple Run: Oz» in den Kulissen des Films «Oz the Great and Powerful» angesiedelt. Dieser Titel stellt vier Welten bereit, die man abwechselnd durchrennt (ausführliche Besprechung).

«Minion Rush» hat eine noch detailverliebtere 3-D-Grafik mit drei sehr abwechslungsreichen Welten. Diese Variante lehnt sich an die Figuren und Welten aus dem Film «Despicable Me 2» an – ist ansonsten aber eine dreiste Kopie von «Temple Run», bei der man Fortschritte nur erzielt, wenn man per In-App-Kauf ein paar Franken in Bananen oder Spielmarken investiert.

Wer bei «Temple Run» und «Minion Rush» die Streckenführung trotz Hügeln und Tälern für eintönig hält, sollte sich «Amazing Runner» besorgen. Hier prescht man nicht nur auf geraden Strassen dahin, sondern bewegt sich auch an Wänden und Decken und man sollte die Orientierung auch dann nicht verlieren, wenn es durch eine Spirale geht. Die futuristische Szenerie und der technoide Soundtrack zeichnen diesen Titel aus.

Mit seiner Seitenansicht und den ausufernden Dachlandschaften zeugt «Mirror's Edge» (1 Franken, iOS) dem Urvater des Genres Respekt – weicht ansonsten aber von einzelnen «Naturgesetzen» ab. Man kann hier die Spielfigur abbremsen und die Richtung ändern. Und für Freunde der gepflegten Action gibt es zwischendurch auch Kämpfe auszufechten.

Den Vogel schiesst indes «Robot Unicorn Attack 2» ab: Hier steuert man ein Roboter-Einhorn mit regenbogenfarbenem Schweif durch eine Welt in Pink und gibt damit zu verstehen, dass man weder das Spiel noch die ewige Rennerei so richtig ernst nehmen kann...

Erstellt: 30.08.2013, 09:53 Uhr

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