Koreanischer Windows-Flirt

Auch Samsung setzt auf Windows-8-Computer, die sowohl als Tablets als auch als Notebooks verwendet werden können. Die Südkoreaner gehen dabei weniger Risiken ein als die Konkurrenz.

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Mit dem Verkaufsstart von Windows 8 ist eine Armada von Tablet-Hybriden erschienen, die auf verschiedene Arten den Einsatz einer Tastatur erlauben – eine Erleichterung für Nutzer, die mit dem Tablet auch mal längere Schreibarbeiten einplanen wollen.

Samsung setzt dabei auf die Ativ-Reihe, welche wir bereits an der IFA kurz in Augenschein nehmen konnten. Nun ist der Ativ Smart PC in den Verkauf gelangt. Samsung verkauft zwei Modelle: Das von uns getestete Smart PC Pro bietet ein hochwertigeres Display, verfügt mit dem Intel i5 Dual Core Prozessor (Ivy Bridge) über einen starken Prozessor sowie 4 statt 2 GB RAM.

Stark spiegelndes Display

Mit der mitgelieferten Dock-Tastatur (mit Touchpad), auf welche man das Tablet steckt, hat man im Nu ein Notebook vor sich. Eine Funktionalität allerdings, die ins Gewicht fällt: Das Tablet, welches mit Windows 8 Pro läuft, wiegt 888 Gramm (iPad: 662 Gramm) – zusammen mit der Tastatur kommt man auf satte 1,4 Kilogramm.

Der 11,6-Zoll-Touchscreen bietet Full HD (1920 mal 1080 Pixel), macht einen guten Eindruck und liefert kräftige Farben. Allerdings spiegelt er wie andere Tablets stark. Unter freiem Himmel ist das Gerät so kaum zu gebrauchen.

Zeichnen mit dem Stift

Der Einrastmechanismus des Dock-Keyboards ist solide, das aufgesteckte Tablet stabil festgemacht. Allerdings kann man den Bildschirm nur begrenzt nach hinten bewegen – der Radius dürfte grösser sein. Mit der Tastatur kann man gut schreiben, das Druckgefühl stimmt.

Am Tablet findet sich ein Slot für Micro-SD, USB 2.0 und HDMI. Im Gehäuse ist zudem ein Stift angebracht, mit dem man zeichnen und beispielsweise in Samsungs Notiz-App S Note handschriftliche Notizen anbringen kann. Die Tastatur bietet zwei weitere USB-Anschlüsse.

Die Antwort, die nicht nur Samsung interessiert

Wie mittlerweile fast jedes Tablet verfügt auch die Ativ-Hardware über zwei Kameras: Die Frontcam löst mit zwei Megapixel auf, die rückseitig verbaute Kamera mit 5 Megapixel. Eine LED ist nicht eingebaut. Ins Netz gelangt man entweder über WLAN oder mit LTE/3G. Ein entsprechender Sim-Karten-Slot befindet sich am Gehäuse. Weiter zur Ausstattung gehören 4 GB Arbeitsspeicher sowie eine 128-GB-SSD-Festplatte.

Kann das neue Microsoft-Betriebssystem auf Hybrid-Computern die Konsumenten überzeugen? Die Beantwortung dieser Frage wird nicht nur Samsung interessieren, sondern auch die Konkurrenz, welche mit ihren Convertible-Flaggschiffen XPS 12 (Dell), Transformer Book (Asus), Ideapad Yoga 13 (Lenovo), Iconia Tab W510 (Acer) und Vaio Duo 11 (Sony) ebenfalls auf den Windows-8-Zug aufgesprungen ist.

Windows, Android – und Bada

Sollte sich die Befürchtung bewahrheiten, dass der Windows-Nachfolger ein Rohrkrepierer ist, sind die Südkoreaner allerdings besser aufgestellt als ihre Mitbewerber. Denn kaum ein Computerkonzern bietet seinen Kunden mehr Auswahl bei Betriebssystemen an: Neben dem auf Ativ-Geräten zum Tragen kommenden Microsoft-Betriebssystem sind dies Googles mobiles OS Android sowie das firmeneigene Betriebssystem Bada.

Das Gerät kostet rund 1350 Franken. Alle technischen Details finden Sie hier. Der Ativ Smart PC Pro wurde von Digitec.ch zur Verfügung gestellt.

Erstellt: 21.12.2012, 13:43 Uhr

Apple lässt nicht locker

Apple gibt den Kampf um ein Verkaufsverbot für mehr als zwei Dutzend Samsung-Smartphones in den USA noch nicht verloren. Nachdem die zuständige Richterin eine solche Strafe verweigert hatte, geht der iPhone-Hersteller in Berufung, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht.

Es handelt sich um das Verfahren, in dem Geschworene die Verletzung mehrerer Patente durch Samsung festgestellt und Apple über eine Milliarde Dollar Schadenersatz zugesprochen hatten.

Richterin Lucy Koh hatte diese Woche dennoch entschieden, dass die Argumente von Apple nicht für ein weitreichendes Verkaufsverbot ausreichten. Unter anderem habe der iPhone-Konzern nicht belegen können, dass die Verkaufserfolge von Samsung-Geräten auf die Verletzung von Apple-Patenten zurückgingen. Und auch wenn Samsung dem iPhone Kunden abgejagt haben könnte, gebe es keine Gefahr, dass Apple aus dem Smartphone-Geschäft gedrängt werde. Zugleich wies die Richterin aber auch die Forderung von Samsung nach einem neuen Prozess ab.

Ein Verkaufsverbot hätte potenziell sogar mehr Wert als der Milliarden-Schadenersatz, weil Apple damit auch neuere Geräte ins Visier nehmen könnte, die auf Technologien entsprechender Patente zurückgreifen. Sofort von einem Verkaufsverbot betroffen gewesen wären neben kaum noch relevanten älteren Modellen auch einige immer noch verkaufte Samsung-Geräte wie das Smartphone Galaxy S2. (SDA)

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