Microsoft stopft ein zwei Jahrzehnte altes Sicherheitsloch

Kriminelle konnten seit 18 Jahren die Kontrolle über fremde Computer übernehmen. Bei ganz alten Betriebssystemen lässt sich das Problem nicht mehr beheben.

Alle Betriebssysteme betroffen: Windows XP auf einem Bildschirm. (8. April 2014)

Alle Betriebssysteme betroffen: Windows XP auf einem Bildschirm. (8. April 2014) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der US-Computerriese Microsoft hat eine seit fast zwei Jahrzehnten existierende Sicherheitslücke in seinem Windows-Betriebssystem gestopft. Microsoft stufte das Problem in einem veröffentlichten Sicherheitshinweis als «ernst» ein und stellte ein Update zur Verfügung.

Die Sicherheitslücke ermöglichte es demnach Kriminellen, die Kontrolle über Computer zu übernehmen, wenn ein Nutzer mit dem Internet Explorer eine manipulierte Internetseite besuchte.

Die Sicherheitslücke war erst kürzlich von Experten des US-Konzerns IBM entdeckt worden. Ihren Angaben zufolge sind sämtliche Versionen des Betriebssystems seit Windows 95 betroffen.

«Mindestens 19 Jahre alt»

Die Schwachstelle sei «mindestens 19 Jahre alt» und habe seit etwa 18 Jahren ausgenutzt werden können. Mit einem Update schliesst Microsoft das Sicherheitsloch in mehreren Betriebssystem und Server-Programmen, darunter Vista, RT, sowie den Windows-Versionen 7, 8 und 8.1.

Computerbesitzer, deren Rechner die Software automatisch aktualisieren, müssten nichts weiter tun und seien «automatisch geschützt», erklärte ein Unternehmenssprecher. Die ältesten Versionen seines Betriebssystems vertreibt Microsoft allerdings nicht mehr und stellt für sie deshalb auch keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung. Einige von ihnen - wie Windows XP - werden dennoch von vielen Computerbesitzern weiter benutzt. Windows läuft auf fast 90 Prozent aller Rechner weltweit. (rar/sda)

Erstellt: 13.11.2014, 15:03 Uhr

Artikel zum Thema

Microsoft bringt kostenloses Office auf Tablets

Microsoft fährt mit Office eine Mobile-Offensive. Dafür nimmt es auch finanzielle Einbussen in Kauf. Mehr...

Plötzlich 10

Warum überspringt Microsoft mit dem neuen Windows eine Versionsnummer? Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Kampf gegen Rassismus: Ein Demonstrant protestiert gegen die Kundgebung «Liberty of Death», eine Versammlung von Rechtskonservativen vor der Seattle City Hall in Seattle, Washington. (18. August 2018)
(Bild: Karen Ducey/AFP/Getty) Mehr...