Mit diesen Programmen haben Sie die Ausgaben im Griff

Wie viel Geld geht fürs Essen drauf? Wie teuer ist die Kleidung? Und was kosten die Freizeitaktivitäten? Einige Programme, Webdienste und Smartphone-Apps helfen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl vor.

Noch rasch die Parkplatzgebühr eintragen: Dank dem Smartphone behält man die Auslagen im Griff.

Noch rasch die Parkplatzgebühr eintragen: Dank dem Smartphone behält man die Auslagen im Griff. Bild: zvg/Montage BZ

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Gerade noch geschafft: In diesen Tagen trifft der Lohn ein – und rettet einen übers Januarloch. Doch die Frage bleibt: Wohin fliesst all das Geld?

Um das herauszufinden, braucht man nicht lange Zahlen zu beigen: Einige Minuten pro Tag genügen zur Erfassung der Quittungen. Nach einigen Monaten dann können die Zahlen ausgewertet werden. Und dabei entdeckt man garantiert die eine oder andere Sparmöglichkeit. Einfacher und speditiver als von Hand führt man heute mit Programmen, Webdiensten und Smartphone-Applikationen Buch über die Auslagen.

Die Buchhaltung, ein Kinderspiel

Eine weit verbreitete Software ist die «Banana Buchhaltung». Sie wird von einem Schweizer Unternehmen entwickelt und eignet sich sowohl für Privatpersonen wie auch für Vereine oder kleine Unternehmen. Mit dem Programm lässt sich alles Nötige machen – ohne profunde Buchhaltungskenntnisse zu haben.

Doch daneben gibt es zahlreiche andere Programme – auch günstigere und sogar kostenlose. Jan Rösner aus Berlin hat für seine Website Kassomat.net viele davon getestet. «Die Anforderungen, die eine Familie an eine Software stellt, unterscheidet sich nicht grundsätzlich von jenen eines kleinen Unternehmens», sagt er. Deshalb könne man als Privatperson durchaus auch «professionelle» Programme nutzen.

Auch für Laien geeignet

Doch sind diese für Laien nicht zu kompliziert? Es gebe Ausnahmen, so Rösner: «‹Monkey Kassenbuch› etwa ist übersichtlich, sauber strukturiert, funktional und bietet eine grosse Zahl an Features», sagt er. Damit könne das Programm sowohl als einfaches Haushaltsbuch wie auch als Kassenbuch in einem Unternehmen eingesetzt werden. Auch die Software «10 Sekunden Haushaltsbuch» biete alle nötigen Funktionen, setze diese allerdings «optisch nicht gerade zeitgemäss» um. Das Windows-Programm «Aquamarin Haushaltsbuch» sei eine brauchbare Alternative. Empfehlenswert sei der Klassiker «Easy Cash & Tax»: «Das Windows-Programm ist klein, einfach zu bedienen und übersichtlich. Die Einnahmen und Ausgaben lassen sich schnell erfassen.» Allerdings sei auch hier das Erscheinungsbild nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Besser im Internet?

Programme eigenen sich vorab dann, wenn sich eine Einzelperson um die Finanzen kümmert. Sobald mehrere Personen darauf Zugriff haben sollen, setzt man besser auf einen Webdienst.

Webdienste haben einen grossen Vorteil: Man kann mit beliebigen Computern darauf zugreifen. Der Nachteil: Man speichert die Daten bei externen Dienstleistern. Auch hier stelle sich dasselbe Problem, so Jan Rösner: «Viele Produkte richten sich an Unternehmen, haben unverhältnismässig hohe Kosten oder sind zu kompliziert.» Für Privatpersonen empfiehlt er das Angebot von Kontoblick.de, von Summate.de – oder aber das eigene: Im Frühjahr wollen Rösner und sein Geschäftspartner auf der bisherigen Testplattform Kassomat.net einen eigenen Dienst aufschalten. «Wir gingen immer wieder neu auf die Suche nach Lösungen», sagt er. «Ganz zufrieden waren wir mit dem Gefundenen aber nie.» Der eigene Dienst werde eine intuitive Oberfläche haben und soll auch vom Smartphone aus genutzt werden können.

Buchhaltung mit Apps

Smartphones sind ein praktisches Hilfsmittel, um die Finanzen in den Griff zu kriegen. Bereits gibt es zahlreiche Applikationen, mit denen sich die Auslagen direkt nach dem Bezahlen bequem mit dem Telefon erfassen lassen. Eine davon ist die in der Schweiz entwickelte iPhone-App Moneybook. Eine andere ist die sehr populäre App iXpenseit, mit der von der Budgetplanung bis zum Abrechnen fast alles gemacht werden kann.

Eine ganz einfache Alternative dazu wird vom Zürcher Webdesigner Patrick Federi entwickelt: Expenzez.com sei aus der Not heraus entstanden, sagt er. «Ich suchte vergeblich eine Applikation, mit der ich Ausgaben von überall auf ganz einfache Weise eingeben kann.» Deshalb habe er zusammen mit einem befreundeten Programmierer in der Freizeit Expenzez entwickelt. Die Ausgaben werden dabei am Computer oder per Smartphone mit wenigen Klicks beziehungsweise Fingerdrucken eingegeben. Daraus errechnet der Webdienst die Summe der Ausgaben. Nicht mehr und nicht weniger. Doch das reicht, um sich einen ersten Überblick über die eigenen Auslagen zu verschaffen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.01.2011, 16:38 Uhr

Software-Tipps

Jan Rösner hat viel Buchhaltungssoftware getestet. Seine Favoriten sind die untenstehenden Programme und Webdienste. Weitere Testberichte finden Sie unter kassomat.de.

Monkey Kassenbuch

Die kostenlose Software ist übersichtlich, sauber strukturiert, funktional und bietet eine grosse Zahl an Features. Sie kann als Haushaltsbuch genauso eingesetzt werden wie als Kassenbuch für Kleine und Mittlere Unternehmen. Sie steht für Windows und Mac OSX zum Download zur Verfügung. Zusätzliche Erweiterungen können käuflich erworben werden.

10 Sekunden Haushaltsbuch

Diese Software steht in einer Testversion zur Verfügung, und kostet zur privaten Nutzung 19 Euro. Sie bietet Funktionen die ein Haushaltsbuch bieten sollte, setzt diese allerdings optisch nicht gerade zeitgemäss um. Für die Erfassung von Einnahmen und Ausgaben im privaten Bereich stellt das Angebot der Firma Easy Softway aber eine unserer Meinung nach ganz brauchbare Alternative dar. Leider nur für die Betriebssysteme von Microsoft verfügbar.

Aquamarin Haushaltsbuch

Dieses Haushaltsbuch stellt eine kostenlose Freeware Alternative dar, die durchaus brauchbare Ergebnisse liefert. Die Bedienung geht einem neuen Anwender leider nicht so schnell von der Hand, die grundlegenden Funktionen, die das Programm bietet, sind aber ausreichend, um eine private Buchführung zu ermöglichen. Leider steht Aquamarin auch nur für Windows-Betriebssysteme zur Verfügung, so dass Mac- oder Linux Nutzer leider aussen vor bleiben.

Easy Cash & Tax

Easy Cash & Tax ist der Klassiker für Windows. Klein, einfach zu bedienen und übersichtlich. Schnell sind Einnahmen und Ausgaben erfasst und über Zusatzmodule lassen sich Anmeldesteuern an das Finanzamt senden. Allerdings ist Easy mittlerweile etwas betagt, was man der Optik des Programms ansieht. Visuelle Darstellung von Einnahmen und Ausgaben gibt es nicht, dafür aber Einnahmen-Ausgaben-Gegenüberstellung und Funktionen für Kleinunternehmer.

Auch im Netz sind wir fündig geworden, hier unsere Empfehlungen:

Kontoblick

Kontoblick ist unser persönlicher Favorit. Der Hersteller hat hier eine professionelle Webapplikation mit sehr gutem Funktionsumfang in ein ansprechendes Äusseres gebracht. Das Highlight: Kontoblick kann das eigene Bankkonto abfragen und Buchungen sehr übersichtlich darstellen. Der Funktionsumfang kann manchen Nutzer sicher überfordern. Trotzdem ist es unserer Meinung nach eine der besten Lösungen, die heute im Netz zu finden sind.

Summate

Eigentlich ein kleines privates Projekt von Oliver Kaiser & Sebastian Erdbories -- aber durchaus einen Blick wert. Summate bietet im Gegensatz zu anderen Lösungen einen relativ kleinen Funktionsumfang, ist damit leicht bedienbar und zu alledem kostenlos. Scheinbar wird das Angebot nicht mehr weiterentwickelt, was der Benutzbarkeit an einigen Stellen anzumerken ist.

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