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Wo der Kindle Fire das iPad aussticht

Was ein gutes Display ausmacht, zeigen die neuen Tablets von Amazon. Vom Bildschirm abgesehen gibt es noch Verbesserungen beim HD-Gerät. Ein erster Test.

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Was ein Bildschirm ausmacht, das zeigen die neuen Tablet-PC der Kindle-Fire-Reihe von Amazon. Die kleine Ausgabe mit dem sieben Zoll (17,8 Zentimeter) grossen Bildschirm gibt es einmal mit HD-Bildschirm und einmal ohne. Der Preisunterschied beträgt wenige Franken. Der HD-Bildschirm ist aber so eine Verbesserung, dass es eigentlich keinen Grund gibt, das Basismodell zu kaufen.

Rein von den Zahlen her scheinen die Unterschiede gar nicht so gross zu sein. Die Auflösung des Kindle Fire HD liegt bei 1280 mal 800 Pixel. Das Basismodel ohne den Zusatz HD hat einen Bildschirm mit 1024 mal 600 Pixel. Damit reichen beide Modelle bei weitem nicht an das letzte iPad heran, das eine Auflösung von 2048 mal 1536 Pixel hat. Trotzdem ist der Sprung zu HD bei Amazon riesig, was sich aber erst bei näherem Betrachten zeigt. Denn dann werden die Bilder richtig scharf, was bei Fotos, aber auch Filmen den Spass deutlich erhöht.

Nimmt man dann noch hinzu, dass das HD-Gerät (mit 16 GB Speicher) viel weniger kostet als das iPad, dann ist das ein guter Grund, warum unter so manchem Weihnachtsbaum ein Amazon-Gerät liegen wird. Noch nicht getestet werden konnte das «grosse» Kindle Fire mit einer Bilddiagonalen von rund neun Zoll (22,6 Zentimeter), die nur etwas unter derjenigen vom iPad (24,6 Zentimeter) liegt. Es kommt auch nur in den USA in den Handel.

Inhalte könnten für Kauf entscheidend sein

Vom Bildschirm abgesehen gibt es noch ein paar ganz angenehme Verbesserungen beim HD-Gerät. So sind die Lautsprecher vorne an den Seiten, wenn man das Fire quer hält. Bei Filmen kann man damit einen richtigen Stereoton auch ohne Kopfhörer geniessen.

Andere Features, die Amazon hervorhebt, konnten noch nicht überprüft werden. So zum Beispiel, ob die zwei integrierten WLAN-Antennen im HD-Gerät tatsächlich für eine bessere Übertragungsqualität im Vergleich zu den Konkurrenten iPad und Nexus 7 von Google sorgen. Auch ist noch nicht klar, ob die Batterie wirklich die versprochenen elf Stunden hält.

Bei der Handhabung gefiel die Video-Wiedergabe, die Bilder waren scharf. Weniger gut war die Reaktion des Bildschirms auf Eingaben, da war mehr zu erwarten gewesen. Eine gewisse Verzögerung war häufiger zu spüren.

So richtig interessant werden die Tablet-PCs alle aber nur durch die entsprechenden Inhalte. So dürfte manche Kaufentscheidung auch danach fallen, was man denn auf das Gerät herunterladen kann.

Lesen Sie auch hier: «So erhalten Sie die iPad-Alternative».

Erstellt: 11.09.2012, 08:43 Uhr

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