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Charismatischer Visionär des modernen Lebens

Steve Jobs hinterlässt ein grosses Erbe: Der Apple-Visionär brachte der Welt den iMac, den iPod, das iPhone und den iPad.

Am 5. Oktober 2011 gestorben: Steve Jobs.
Am 5. Oktober 2011 gestorben: Steve Jobs.
Keystone
Steve Jobs hatte 2011 erneut gesundheitliche Probleme bekommen und musste kürzertreten. Der Verwaltungsrat habe ihm erlaubt, eine gesundheitsbedingte Auszeit zu nehmen, liess Jobs am 17. Januar mitteilen. Er wollte aber nach eigenen Angaben Konzernchef bleiben.
Steve Jobs hatte 2011 erneut gesundheitliche Probleme bekommen und musste kürzertreten. Der Verwaltungsrat habe ihm erlaubt, eine gesundheitsbedingte Auszeit zu nehmen, liess Jobs am 17. Januar mitteilen. Er wollte aber nach eigenen Angaben Konzernchef bleiben.
Keystone
Jobs erinnerte bei seinen Auftritten gerne an die frühen Tage, als er und seine Kollegen in einer Garage an den ersten Apple-Computer werkelten. Hier bei der iPad-Präsentation am 27. Januar 2010.
Jobs erinnerte bei seinen Auftritten gerne an die frühen Tage, als er und seine Kollegen in einer Garage an den ersten Apple-Computer werkelten. Hier bei der iPad-Präsentation am 27. Januar 2010.
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Steve Jobs kultivierte ein minimalistisches Design und brachte ein Sensationsprodukt nach dem anderen auf den Markt, auch wenn die Wirtschaft und seine Gesundheit kriselten. Aus Apple machte er das wertvollste Technologieunternehmen der Welt.

Jobs wurde am 24. Februar 1955 geboren und wuchs bei Adoptiveltern in Kalifornien auf. Sein Studium in Portland brach er nach nur einem Semester ab. «Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen wollte, und keine Ahnung, wie mir die Universität hätte helfen können, das herauszufinden», sagte er später.

Jobs kehrte nach Kalifornien zurück und erkannte in einem Computerclub das Potenzial der Rechenmaschinen. In der Garage seiner Eltern schraubten er und sein Schulfreund Steve Wozniak ihre erste Kreation zusammen: den Apple I – einen Computer ohne Gehäuse, Tastatur und Monitor.

Im Jahr darauf folgte ihr erstes Massenprodukt. Und mit gerade mal 25 Jahren war Jobs 100 Millionen Dollar wert.

Den Computer nicht erfunden

Jobs erkannte das Potenzial in den Konzepten anderer Firmen und verbesserte es. Er hat mit Apple weder den Computer erfunden noch Abspielgeräte oder Smartphones.

Aber Apple schuf daraus Geräte für Menschen, die keine Lust haben, ihre Computer selbst zu programmieren oder technischen Zirkus zu veranstalten, um ihre Geräte am Laufen zu halten. «Wir waren ziemlich schamlos beim Stehlen grosser Ideen», sagte er später.

1985 wurde Jobs bei Apple aus der Firma gedrängt. Er fühlte sich am Boden zerstört. Doch als Neuanfänger ohne Erfolgsdruck entwickelte er neue Kreativität. Er kaufte George Lucas für zehn Millionen Dollar Pixar ab, das Animationsfilme herstellte.

Zunächst sah es aus, als entwickele sich Pixar zu einer gewaltigen Geldvernichtungsmaschine, aber dann kam mit «Toy Story» der grosse Erfolg. Jobs verkaufte das Studio 2006 für einen Aktienanteil im Wert von 7,4 Milliarden Dollar an Disney und wurde so nebenbei zum grössten Einzelaktionär des Konzerns.

Schon 1997, als Apple in Schwierigkeiten steckte, kehrte Jobs zurück. Ein Jahr später brachte Apple den iMac mit buntem Plastikgehäuse auf den Markt, zwei Jahre später den iPod, mit dem seine Nutzer 1000 Songs in die Tasche stecken und abspielen konnten. 2007 erfand Apple mit dem iPhone das mobile Telefonieren neu, und drei Jahre später kam das iPad.

Heilung 2004 bekannt gegeben

Wenn Jobs seine Neuheiten vorstellte – fast immer in ausgewaschenen Jeans und schwarzem Rollkragenpullover – hingen Millionen Apple-Jünger an seinen Lippen. Investoren verfolgten seine Auftritte aber auch, um zu sehen, wie es um Jobs' Gesundheit bestellt war. 2004 gab Jobs bekannt, dass er von Bauchspeicheldrüsenkrebs kuriert worden war.

2009 sah er sich jedoch gezwungen, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen, während der ihm eine neue Leber eingepflanzt wurde. Anfang diesen Jahres musste er zum dritten Mal pausieren. Im März stellte er zwar noch die zweite Generation des iPad vor, doch im August gab er den Posten des Vorstandsvorsitzenden auf.

Vierfacher Vater

Nach einer langen Zeit als Single, in der er auch eine Affäre mit der Folk-Sängerin Joan Baez hatte, heiratete er 1991. Er hinterlässt neben seiner Frau Laurene vier Kinder, darunter eine Tochter aus einer vorehelichen Beziehung.

SDA/sam

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