Das bringt Apples neue iPhone-Software

Das neue Betriebssystem fürs iPhone und iPad ist da: Wir zeigen die Neuerungen von iOS 12.

Ob man sich von der neuen Funktion namens Bildschirmzeit wirklich disziplinieren lassen möchte, muss jeder selbst entscheiden.
Video: Matthias Schüssler

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iOS 12 heisst das neue Betriebssystem fürs iPhone und iPad, das gemäss Apple einen gewaltigen Temposchub bringen soll: Der Hersteller verspricht, dass Apps doppelt so schnell starten, man beim Wechseln zur Kamera per Wischgeste 70 Prozent der Zeit spart und auch die Tastatur flotter zu Gesicht bekommt – allerdings unter dem Vorbehalt, dass solche Messungen je nach Gerät und Konfiguration variieren. In unserem Test macht das neue Betriebssystem einen flüssigen Eindruck. Doch richtig spürbar dürfte diese Neuerung allenfalls auf älteren, schon etwas lahmen Modellen sein.

Die Neuerungen, die man als Nutzer auch wirklich zu sehen bekommt, führen wir im Video vor: Da ist die gross angekündigte Funktion namens Bildschirmzeit, die Apple wegen der Investoren einführt: Zwei Grossaktionäre hatten Anfang Jahr verlangt, der Konzern müsse Massnahmen gegen die Sucht bei Kindern und Jugendlichen ergreifen.

«Bildschirmzeit»: Echte Schutzfunktion oder doch nur Feigenblatt?

Ob die neue Funktion wirklich tauglich ist, darüber kann man streiten: In der Standardkonfiguration lässt sie sich leicht umgehen. Einen gewissen Schutz gibt es nur dann, wenn ein PIN-Code vergeben wird. Übrigens: Tipps zur Protokollierung der Tätigkeiten am Computer finden Sie hier.

Benachrichtigungen nerven weniger

Wie das Video zeigt, lassen sich die Benachrichtigungen nun viel einfacher auch pro App einstellen. In dem Punkt bringt Apple Neuerungen, die es bei Android schon längstens gibt – und die auch dringend nötig sind: Apps, die häufig Mitteilungen bringen und einen während der Arbeit unterbrechen, lassen sich nun einfach temporär oder dauerhaft ruhig stellen. Auch die «Bitte nicht stören»-Funktion ist nun komfortabler: Sie kann einfacher für eine gewisse Dauer, zum Beispiel während einer Sitzung, aktiviert werden.

Diese Störenfriede hier lassen sich einfacher bändigen.

Ist iOS 12 ein gelungenes oder eher ein spannungsarmes Update? Das lässt sich im Moment noch nicht abschliessend beurteilen. Dies liegt daran, dass die neue Kurzbefehle-App in der Betaversion noch gar nicht enthalten ist. Registrierte Entwickler können sie sich auf Anfrage ansehen, doch ob sie die Erwartungen erfüllt, wird man erst sagen können, wenn die App fertig ist und sich in Alltagssituationen bewährt – oder auch nicht.

Siri wird endlich nützlich (oder auch nicht)

Die Kurzbefehle-App (oder Shortcuts in Englisch) verspricht jedenfalls, häufige Tätigkeiten zu automatisieren. So soll Siri in der Lage sein, den morgendlichen Kaffee für einen zu ordern und die Kollegen zu informieren, wenn man zu spät an einer Sitzung auftaucht. Falls das klappt, könnte das Siri und den digitalen Assistenten den Durchbruch bringen. Doch wenn es nicht so flexibel und einfach funktioniert, dass es echte Erleichterungen bringt, dann wird diese App wohl eher als Störenfried auffallen …

iOS 12 ist per sofort erhältlich und wird auf kompatiblen Geräten (ab Phone 5s, iPad mini 2, iPad Air, iPad 5. Generation und iPod Touch 6. Generation) automatisch zur Installation angeboten.

Siri soll demnächst von sich aus den Morgenkaffee für uns bestellen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.09.2018, 16:10 Uhr

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Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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