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Das geschrumpfte iPad

Der IT-Konzern hat ein kleineres iPad mit 7,9-Zoll-Display vorgestellt. Es ist ab 2. November in der Schweiz erhältlich. Auch eine neue Version des bestehenden Modells sowie einen neuen iMac stellte das Unternehmen vor.

Neues Mitglied in Apples Tablet-Familie: iPad mini.
Neues Mitglied in Apples Tablet-Familie: iPad mini.
Reuters
Apples Marketing-Chef Phil Schiller mit dem iPad mini: Das Tablet verfügt über ein 7,9-Zoll-Display, ist 7,2 Millimeter dünn und wiegt 300 Gramm.
Apples Marketing-Chef Phil Schiller mit dem iPad mini: Das Tablet verfügt über ein 7,9-Zoll-Display, ist 7,2 Millimeter dünn und wiegt 300 Gramm.
AFP
Der neue iMac ist deutlich schlanker geworden. Der Bildschirm (21 respektive 27 Zoll) soll laut Apple deutlich weniger spiegeln.
Der neue iMac ist deutlich schlanker geworden. Der Bildschirm (21 respektive 27 Zoll) soll laut Apple deutlich weniger spiegeln.
Keystone
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Der US-Konzern will mit einem kleinen Bruder für sein iPad die Dominanz im Tablet-Markt gegen neue Konkurrenz verteidigen. Das iPad mini bekommt einen Bildschirm mit einer Diagonale von 7,9 Zoll (rund 20 cm), wie Apple-Marketingchef Phil Schiller erklärte. Bisherige Apple-Tablets hatten einen 9,7-Zoll-Display.

Zugleich präsentierte der Konzern am Dienstag im kalifornischen San José überraschend schon nach einem halben Jahr die vierte Generation seines grossen iPad. Es soll nun LTE-Netze in mehr Ländern unterstützen und hat zudem einen schnelleren Chip.

Extrem dünn

Das iPad mini ist mit 7,2 Millimetern extrem dünn, aber etwas grösser als die 7-Zoll-Tablets der Wettbewerber im Taschenformat. Die Auflösung liegt bei 1024 mal 768 Pixeln. Alle iOS-App sollen problemlos auf dem Tablet laufen. Der Verkauf geht am 2. November los. Der Preis ab 329 Dollar in den USA lässt aber noch Raum für Geräte der Konkurrenten, die zum Teil weniger als 200 Dollar kosten. Laut Apple Schweiz ist die Wi-Fi-Variante des iPad mini ab 2. November in der Schweiz erhältlich. Das 16 GB-Modell wird 379 Franken kosten, 32 GB 479 Franken und 64 GB für 579 Franken. Die Varianten mit Wi-Fi und LTE werden laut Apple einige Wochen danach verfügbar sein.

Apple überliess das Marktsegment kleinerer Tablet-Computer bisher komplett der Konkurrenz - alle bisherigen iPad-Generationen hatten einen 9,7 Zoll grossen Bildschirm (24,6 cm).

Tablet-Markt in Bewegung

Damit fuhr Apple gut: Der Marktanteil wird auf 60 bis 70 Prozent geschätzt, Apple knackte vor zwei Wochen die Marke von 100 Millionen verkauften iPads, wie Konzernchef Tim Cook am Dienstag erklärte. Allerdings sorgten Amazon mit seinem Kindle Fire und Google mit einem Nexus-Tablet für Aufsehen in der 7-Zoll-Klasse.

Zudem kommt in den Tablet-Markt derzeit in allen Grössen Bewegung: Unter anderem kommen demnächst zum Start des Betriebssystems Windows 8 die Surface-Tablets von Microsoft auf den Markt. Von Google wird ein grosses Nexus-Tablet erwartet, auch andere Tablets mit Android-Software stehen in den Startlöchern.

Das alles setzt den Branchenprimus Apple unter Druck. Die Marktforschungsfirma Gartner rechnet damit, dass der iPad- Marktanteil im kommenden Jahr auf 44 Prozent sinken könnte. Als Gewinner sehen die Experten dabei vor allem Windows, das in ihrer Rechnung von 3 auf 13 Prozent vorrücken kann.

Android inklusive des Kindle Fire, das mit einer abgezweigten Version des Google-Systems läuft, bleibt demnach bei 40 Prozent. Mit der Erneuerung der iPad-Reihe vor dem Weihnachtsgeschäft hofft Apple, den Vormarsch der Konkurrent aufzuhalten.

Verschlankter iMac

Zugleich erneuerte Apple wenige Tage vor dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 seine Mac-Computer. Der iMac wurde extrem verschlankt und hat kein CD-Laufwerk mehr. «Das ist der schönste Mac, den wir jemals gemacht haben», sagte Schiller bei der Präsentation. Der iMac sehe aus wie ein extrem dünner Monitor, «doch darin ist ein ganzer Computer». Ein weiteres Modell der Mac Books bekam einen Bildschirm mit besonders hoher Auflösung.

Das Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 13,3 Zoll (33,8 cm) hat über vier Millionen Pixel. Mit 2560 mal 1600 Bildpunkten ist die Auflösung damit deutlich höher als bei einem HD-Fernseher.

Apple spricht von einem Retina-Display, weil das menschliche Auge auf diesen Bildschirmen auf übliche Entfernung keine einzelnen Pixel mehr erkennen könne. Das neue Retina-Macbook kostet in den USA ab 1699 Dollar und damit 500 Dollar weniger als das 15-Zoll-Modell mit ähnlicher Pixel-Dichte.

Aufgefrischt wurde auch der günstigste Apple-Computer, der Mac mini. Eine markante Innovation ist «Fusion Drive», eine Kombination aus schnellem Flash-Speicher und herkömmlicher grosser Festplatte, die Inhalte intelligent zwischen den beiden Medien verteilt und nach aussen hin wie ein Laufwerk erscheint.

(SDA)

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