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Der Apple-Verwalter

Tim Cook ist seit einem Jahr CEO von Apple. Die Zahlen stimmen, doch der Druck auf Apple steigt, «the next big thing» herauszubringen.

Anatol Heib
Wächter eines Imperiums: Tim Cook an einem Apple Event in San Franciso.
Wächter eines Imperiums: Tim Cook an einem Apple Event in San Franciso.
Eric Risberg, Keystone
Im März 2012 besuchte er eine Fabrik des Zulieferers Foxconn.
Im März 2012 besuchte er eine Fabrik des Zulieferers Foxconn.
AFP
Marketingchef Phil Schiller (Bild) und andere Führungskräfte blühen unter Tim Cook auf. «Schiller ist das, was man eine Rampensau nennt – Cook ist viel zu blass, um da mitzuhalten. Er braucht Schiller als Showmaster», sagt Wolf Lotter vom Wirtschaftsmagazin «brand eins».
Marketingchef Phil Schiller (Bild) und andere Führungskräfte blühen unter Tim Cook auf. «Schiller ist das, was man eine Rampensau nennt – Cook ist viel zu blass, um da mitzuhalten. Er braucht Schiller als Showmaster», sagt Wolf Lotter vom Wirtschaftsmagazin «brand eins».
Keystone
Erstes längeres Interview mit dem neuen Apple-Chef: Tim Cook an der All-Things-Digital-Konferenz in Los Angeles. (29. Mai 2012)
Erstes längeres Interview mit dem neuen Apple-Chef: Tim Cook an der All-Things-Digital-Konferenz in Los Angeles. (29. Mai 2012)
Reuters
Hatten einen langen gemeinsamen Weg hinter sich: Tim Cook (links) und Steve Jobs neben Vizepräsident Phil Schiller (rechts) im Jahr 2008.
Hatten einen langen gemeinsamen Weg hinter sich: Tim Cook (links) und Steve Jobs neben Vizepräsident Phil Schiller (rechts) im Jahr 2008.
Keystone
Ist am Erfolg von Apple massgeblich beteiligt: Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook.
Ist am Erfolg von Apple massgeblich beteiligt: Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook.
AFP
Unter ihm wurde Apple erstmals zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Der iPhone-Hersteller hat Tim Cook den Einstand am 24. August 2011 mit einem millionenschweren Aktienpaket versüsst.
Unter ihm wurde Apple erstmals zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Der iPhone-Hersteller hat Tim Cook den Einstand am 24. August 2011 mit einem millionenschweren Aktienpaket versüsst.
Keystone
Der im Oktober verstorbene Steve Jobs holte den Compaq-Manager Cook 1998 zu Apple – und Cook griff beim damals ums Überleben kämpfenden Unternehmen schnell durch.Cook schloss eigene Produktionswerke und setzte auf Auftragsfertiger. Er liess die Lagerbestände von Monaten auf Tage schmelzen.Das half Apple, bei dem schnellen Modellwechsel in der Elektronikbranche keine Auslaufgeräte als Altlasten herumliegen zu haben.
Der im Oktober verstorbene Steve Jobs holte den Compaq-Manager Cook 1998 zu Apple – und Cook griff beim damals ums Überleben kämpfenden Unternehmen schnell durch.Cook schloss eigene Produktionswerke und setzte auf Auftragsfertiger. Er liess die Lagerbestände von Monaten auf Tage schmelzen.Das half Apple, bei dem schnellen Modellwechsel in der Elektronikbranche keine Auslaufgeräte als Altlasten herumliegen zu haben.
AFP
Der neue Chef kleidet sich ähnlich wie Steve Jobs. Und ähnlich wie Jobs gilt Cook als öffentlichkeitsscheuer Workaholic, der auch mal E-Mails mitten in der Nacht verschickt – und oft ähnlich schwierig im Umgang ist.
Der neue Chef kleidet sich ähnlich wie Steve Jobs. Und ähnlich wie Jobs gilt Cook als öffentlichkeitsscheuer Workaholic, der auch mal E-Mails mitten in der Nacht verschickt – und oft ähnlich schwierig im Umgang ist.
Keystone
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Tim Cook leitet seit 24. August 2011 die Geschicke von Apple. Nach einem Jahr kann sich seine Bilanz sehen lassen, Apple konnte sogar noch einmal zulegen (siehe Infobox). Die aktuellen Erfolge basieren allerdings auf Technologien, deren Grundlagen vor Jahren gesetzt wurden – «und zwar in sehr mutigen, riskanten und weitsichtigen Entscheidungen», sagt Wolf Lotter, Leitartikel-Schreiber des Wirtschaftsmagazins «brand eins» und Autor zahlreicher Bücher. Und die wurden noch unter Jobs gefällt. Cook sei der Mann für die Aufrechterhaltung der Produktion, der klassische Nachfolger. «Jedes Unternehmen kommt in diese Phase, in der Verwalter wichtiger sind als Innovatoren. Cook ist kein Innovator, was er auch nicht sein muss.»

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