Die besten Apps für Geistesblitze

Mit der richtigen App ist das Smartphone der beste Notizblock der Welt: Unsere Auswahl an Erinnerungshilfsmitteln.

Wie man Siri Ideen diktiert, wenn man keine Hand frei hat.
Video: Matthias Schüssler

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Die Notiz-App gehört zu den meistbenutzten überhaupt. Das hat Apple über die Nutzungsdaten herausgefunden und entsprechend im vorletzten iPhone-Update die Möglichkeiten für schnelle Erinnerungsstützen massiv ausgebaut. Die App kann seither mit Formatierungen umgehen und auch Checklisten, Bilder und Videos enthalten. Und es ist möglich, Zeichnungen einzufügen und Notizen für andere freizugeben. Sehr praxistauglich ist auch die Möglichkeit, Notizen von Siri erstellen zu lassen. In Kombination mit «Hey Siri» lassen sich Geistesblitze festhalten, ohne dass man das Telefon in die Hand nehmen muss.

Doch die eingebaute App ist nicht der Weisheit letzter Schluss, was das Smartphone als digitaler Notizblock zu bieten hat. Im Video stellen wir folgende Alternativen vor:

Google Keep (kostenlos) hat eine hübsche Post-it-Optik. Man kann wichtige Notizen kopieren und farblich markieren – das hilft bei der Unterscheidung. Die Notizen stehen nicht nur in der App (iPhone und Android), sondern auch im Browser zur Verfügung, und man kann sie sich in Google Docs am rechten Rand einblenden. Es gibt auch eine Erinnerungsfunktion, die Notizen entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder aber bei Ankunft am angegebenen Ort automatisch zum Vorschein bringt.

Post-it-Zettelchen in digitaler Form gibt es bei Google Keep.

Googles Notizen kann man auch neben seinem Textdokument anzeigen lassen.

Ernsthafte Notizen, Protokolle und Ideensammlungen

One Note von Microsoft (kostenlos) ist die eine populäre App für Notizenverwaltung im grossen Stil. Microsofts Anwendung steht kostenlos für Windows, Mac, Android, das iPhone und iPad bereit. Man arbeitet in diesem Programm nicht nur mit Text und Checklisten, sondern auch mit Zeichnungen und Audioaufnahmen. Wenn man Ton aufnimmt, verknüpft die Software sie zeitlich mit Textnotizen, sodass man über Notizen automatisch zur entsprechenden Stelle in der Aufnahme springen kann.

One Note stellt viele Möglichkeiten zur Organisation der Notizen zur Verfügung: Die Einträge werden nach Büchern, Abschnitten und Seiten unterteilt und Einträge dürfen mit Schlagworten versehen werden. Mit diesem üppigen Funktionsumfang eignet sich die App nicht nur für simple Notizen, sondern auch für umfangreiche Protokolle und Dokumentationen, Brainstorming und Ideensammlung, Planung und Konzeptarbeit.

Bei One Note gliedert man seine Informationssammlung hierarchisch.

Evernote (für Mobilgeräte und das Web, im Basic-Plan kostenlos) ist die andere Anwendung für professionelle Notizensammler. Sie organisiert die Ablage weniger strukturiert als One Note und eignet sich deswegen auch sehr gut für «Jäger und Sammler». Mit dem Webclipper lassen sich bei Webrecherchen Informationen per Mausklick ins Archiv überführen, wo man sie dann am einfachsten über die Suche wieder aufstöbert.

Der digitale Notizblock

Notes Plus (10 Franken fürs iPad) funktioniert wie ein digitaler Notizblock, auf dem man nicht nur schreiben, sondern auch kritzeln und zeichnen kann. Die Stärke sind die vielen Vorlagen, die klassische Bücher und Blöcke nachbilden: liniert, kariert, mit Rand oder ohne oder sogar Blanko-Notenblätter sind auswählbar. Diese App wandelt handgeschriebenen Text in Computertext um. Das beherrscht sie auch für deutsche Texte und zwar hervorragend – ohne Training hat sie in unserem Test auch eine längere Passage fehlerfrei umgewandelt.

Notes Plus beherrscht sogar die Erkennung von Handschriften.

Diaro (kostenlos für Android und iPhone) bzw. Day One (5 Franken) als hübschere Variante nur fürs iPhone zählen zu den Tagebuch-Apps. Sie eignen sich für Alltags- und Privatnotizen, die nicht unbedingt auf ein spezielles Projekt gemünzt sind. Auch wenn man keine Zeit hat, richtig Tagebuch zu führen, hält man in ihnen Ideen, Beobachtungen oder Kleinigkeiten fest, von denen man noch nicht so genau weiss, ob man sich jemals an sie erinnern will oder nicht...

Und nicht im Video: Die App Just Press Record für die Apple-Welt (5 Franken fürs iPhone und den Mac). Sie ist für Leute, die ihre Notizen gern in Audioform verwalten möchten, beispielsweise Musiker. Die Aufnahmen werden über alle Geräte hinweg synchronisiert und bei Gesprochenem findet eine recht brauchbare Verschriftlichung statt. Daher eignet sich die App (bedingt) auch für Journalisten, die ihre Texte diktieren wollen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.04.2017, 08:07 Uhr

Tipps und Tricks in Videoform

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In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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