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Die Dominanz von Apple ist ungebrochen

Die Begeisterung für das iPad zeigt sich auch auf der Computex in Taipeh. Mehr als 50 verschiedene Tablet-Konkurrenten werden auf der zweitgrössten Computermesse zu sehen sein. Ihre Erfolgsaussichten sind bescheiden.

Das 830 Gramm schwere ViewPad 10Pro von Hersteller Viewsonic  läuft sowohl mit Windows 7 als auch mit Android.
Das 830 Gramm schwere ViewPad 10Pro von Hersteller Viewsonic läuft sowohl mit Windows 7 als auch mit Android.
Keystone
S1080 heisst dieses Tablet von Produzent Gigabyte. Das Gerät hat eine Bildschirmgrösse von 10,1 Zoll und läuft mit Windows 7.
S1080 heisst dieses Tablet von Produzent Gigabyte. Das Gerät hat eine Bildschirmgrösse von 10,1 Zoll und läuft mit Windows 7.
Keystone
Nummer zwei ist mit 17 Prozent Samsung Electronics aus Südkorea. Dieser Konkurrent kann die Kosten dadurch senken, dass er alle Bauteile selbst fertigt. Im Bild: Das Galaxy Tab.
Nummer zwei ist mit 17 Prozent Samsung Electronics aus Südkorea. Dieser Konkurrent kann die Kosten dadurch senken, dass er alle Bauteile selbst fertigt. Im Bild: Das Galaxy Tab.
Reuters
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Die wachsende Begeisterung für Tablet-PCs wie das iPad von Apple zeigt sich auch auf der Computex in Taipeh, der zweitgrössten Computermesse der Welt hinter der Cebit in Hannover, die seit Dienstag für fünf Tage die Neuheiten und Trends der Branche zeigt.

Für Taiwan ist das Kundeninteresse an den Tablet-PCs auch deshalb so wichtig, weil in dem Land einige der weltweit grössten PC-Hersteller sitzen, die den Wandel nun zu spüren bekommen.

Tablets bedrängen den PC-Markt

Mehr als 50 verschiedene Tablet-PC-Modelle werden auf der Computex zu sehen sein, wie der Organisator Taipei Computer Association mitteilte. Daneben geht es aber auch um Unternehmens- und Home-Server, Cloud-Computing und die dazugehörigen Dienste und Angebote. Auch in diesem Bereich haben Firmen aus Taiwan ihr Angebot ausgebaut, zum Teil auch, um den Rückgang bei den PC-Verkäufen auszugleichen. So produziert der grösste Notebook-Auftragshersteller der Welt, Quanta Computer, Server für Unternehmen wie Google.

Marktforscher erwarten in diesem Jahr wegen des gestiegenen Interesses an den Tablet-PCs einen Rückgang bei den PC-Verkäufen. Wie das Unternehmen IHS iSuppli ermittelte, gingen im ersten Quartal die PC-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent zurück. Bei der weltweiten Nummer 3 der Hersteller, Acer, gab es den Angaben zufolge ein Minus von 20 Prozent.

73 Prozent Marktanteil für Apple

Bei den Tablet-PCs hat weiter Apple das Sagen. Laut den Analysten von IDC lag der Marktanteil von Apple im letzten Quartal 2010 bei 73 Prozent. Nummer zwei war mit 17 Prozent Samsung Electronics aus Südkorea. Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge 18 Millionen Tablet-PCs abgesetzt, in diesem Jahr werden es vermutlich 50 Millionen sein, wobei 70 bis 80 Prozent auf Apple entfallen werden.

Viele Analysten vermuten, dass es noch zwei bis drei Jahre dauern wird, bis die Software von Google oder Microsoft mit der des iPads mithalten kann. Für viele PC-Hersteller bedeutet das, dass zumindest kurzfristig harte Zeiten auf sie zukommen. Auf der Computex zeigen zwar Unternehmen wie Acer und AsusTek durchaus interessante Alternativen zum iPad, aber Apple hat allein durch das riesige Volumen einen grossen Preisvorteil. Und der Konkurrent Samsung aus Südkorea kann die Kosten dadurch senken, dass er alle Bauteile selbst fertigt. Das könnten taiwanische Unternehmen nicht, sagt der Analyst Simon Yang vom Topology Research Institute in Taipeh.

Taiwanesische Firmen «noch keine ernsthaften Rivalen»

Den grössten Erfolg von den taiwanischen Unternehmen auf dem Mobilgerätemarkt hatte bislang HTC. Das Unternehmen hat sich vor allem mit Smartphones mit dem Betriebssystem Android einen Namen gemacht. Mit dem Flyer gibt es jetzt auch einen Tablet-PC. Der verfügt nur über einen 7-Zoll-Bildschirm, kostet aber mit 500 Dollar etwa gleichviel wie ein iPad mit 9,7-Zoll.

Acer und AsusTek bieten hingegen ihre Modelle Iconia Tab und Transformer, die 10,1-Zoll-Monitore haben, zu Preisen zwischen 450 und 500 Dollar an. «Die taiwanischen Firmen sind noch keine ernsthaften Rivalen für Apple», sagt Yang. «Der Preis für ihre Tablets ist entweder zu hoch oder sie verkaufen sie mit Verlust, um konkurrenzfähig zu sein.»

(dapd)

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