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Ein Bildschirm allein genügt nicht mehr

84 Prozent der Befragten einer Studie surfen vor dem TV mit einem Tablet parallel im Web. Eine kranke Entwicklung oder eine Steigerung der Lebensqualität? Medienpsychologe Gregor Waller hat Antworten.

Reto Knobel
«Es reicht meistens noch, um dem Handlungsstrang folgen zu können»: Multitasking mit elektronischen Geräten ist für die meisten Nutzer kein Problem, so der Schweizer Medienpsychologe Gregor Waller.
«Es reicht meistens noch, um dem Handlungsstrang folgen zu können»: Multitasking mit elektronischen Geräten ist für die meisten Nutzer kein Problem, so der Schweizer Medienpsychologe Gregor Waller.
Reto Knobel
«Tablets haben Potenzial», sagt der Medienpsychologe. Spannende Lernapplikationen (etwa Memory-Apps) könnten das Gedächtnis eines Kindes trainieren.
«Tablets haben Potenzial», sagt der Medienpsychologe. Spannende Lernapplikationen (etwa Memory-Apps) könnten das Gedächtnis eines Kindes trainieren.
Keystone
Grundsätzlich kann Waller dem Einsatz von Tablets im schulischen Kontext nur Positives abgewinnen. «Interaktive Lernsoftware könnte hier ergänzend zum Klassenunterricht zum Einsatz kommen.»
Grundsätzlich kann Waller dem Einsatz von Tablets im schulischen Kontext nur Positives abgewinnen. «Interaktive Lernsoftware könnte hier ergänzend zum Klassenunterricht zum Einsatz kommen.»
AFP
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Das iPad wird zunehmend als Second Screen auf dem Sofa gebraucht: Man schaut fern und surft nebenbei oder schaut bei Facebook rein. Für Kulturpessimisten der reinste Horror – für Sie auch? Nein. Was ist so schlimm daran, sich beim Fernsehen kurz bei Wikipedia über einen Schauspieler zu informieren? Oder über einen Filmschauplatz zu recherchieren? Das kann durchaus eine Bereicherung sein. Früher griff man in solchen Situationen zum Programmheft auf dem Tisch oder zum Lexikon im Büchergestell und las darin, was ja auch nichts Verwerfliches war.

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