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Erfinder der Festplatte wird 100 Jahre alt

Kaum ein Firmenname ist so mit dem Computer verbunden wie IBM. Der US-Konzern feiert dieses Jahr sein hundertjähriges Bestehen.

Es gibt es wohl nicht viele heute noch tätige Konzerne, die auf eine so lange Tradition zurückblicken können: Chef von IBM ist Samuel Palmisano - hier während einer Rede an der Cebit in Hannover.
Es gibt es wohl nicht viele heute noch tätige Konzerne, die auf eine so lange Tradition zurückblicken können: Chef von IBM ist Samuel Palmisano - hier während einer Rede an der Cebit in Hannover.
Reuters
Palmisano im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Palmisano im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Reuters
Noch älter als IBM ist Xerox, eines der Unternehmen, die in diesem Jahr wieder zur Cebit zurückgekehrt sind. Xerox wurde 1906 als Haloid Corporation gegründet und ist heute im Dokumenten-Management tätig. Bekannt ist die Firma für Drucker und Kopierer.
Noch älter als IBM ist Xerox, eines der Unternehmen, die in diesem Jahr wieder zur Cebit zurückgekehrt sind. Xerox wurde 1906 als Haloid Corporation gegründet und ist heute im Dokumenten-Management tätig. Bekannt ist die Firma für Drucker und Kopierer.
Reuters
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Das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von New York trug massgeblich dazu bei, dass die elektronischen Rechner massentauglich und populär wurden. Die erste Diskette und die erste Festplatte kamen von IBM. Der US-Konzern feiert nun in diesem Jahr, am 16. Juni, sein hundertjähriges Bestehen.

Der Unternehmensgründer machte erst kürzlich wieder Schlagzeilen: als Teilnehmer in einer Quiz-Show. «Watson» hatten die IBM-Forscher ihren Superrechner genannt, der sich locker gegen seine menschlichen Konkurrenten durchsetzte. Benannt wurde er nach Thomas J. Watson, der 1915 an die Spitze einer Firma trat, die damals noch Computing Tabulating and Recording Company (C-T-R) hiess. 1924 wurde daraus International Business Machines (IBM).

Wenigstens «IBM-kompatibel»

Der Name IBM ist untrennbar mit der Geschichte des PCs verbunden - auch wenn IBM ihn nicht erfunden hat. Aber das Unternehmen führte den Begriff «Personal Computer» ein, sodass der PC bis heute mit IBM in Verbindung gebracht wird. Wer sich in den 80er Jahren nicht gleich einen IBM-PC kaufte, weil er ihm zu teuer war, der achtete doch darauf, dass er wenigstens «IBM-kompatibel» war.

Aber das PC-Geschäft hat IBM inzwischen aufgegeben. Die PC-Sparte, wozu auch Mobilcomputer der Thinkpad-Reihe gehörten, wurde 2004 an den chinesischen Lenovo-Konzern verkauft, der damit zu einem der führenden PC-Hersteller der Welt aufstieg. Das Geschäft mit den Festplatten, die IBM 1956 erfunden hatte, gab der Konzern 2003 auf und verkaufte es an den japanischen Hitachi-Konzern.

Nur wenige Technik-Konzerne mit ähnlicher Tradition

Im Internet-Zeitalter hat man sich schon daran gewöhnt, dass technikorientierte Firmen kommen und gehen. Es gibt es wohl nicht viele heute noch tätige Konzerne, die auf eine so lange Tradition zurückblicken können. Aber es gibt sie. Eines dieser Unternehmen ist der deutsche Siemens-Konzern, der schon 1847 von Werner von Siemens und Johann Georg Halske als Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske in Berlin gegründet wurde.

Etwas jünger als Siemens, aber immer noch älter als IBM ist Xerox, eines der Unternehmen, die in diesem Jahr wieder zur Cebit zurückgekehrt sind. Xerox wurde 1906 als Haloid Corporation gegründet und ist heute im Dokumenten-Management tätig. Bekannt ist die Firma für Drucker und Kopierer.

Deutsche Wurzeln von IBM reichen bis 1910

Auch heute noch wird IBM mit Computern in Verbindung gebracht, das sind dann aber die sogenannten Superrechner, wie sie beispielsweise in den Atomforschungszentren der USA aber auch in etlichen Forschungszentren in Deutschland stehen. Der Konzern ist ständig im Wandel begriffen, Forschung und Entwicklung nehmen aber noch immer einen zentralen Raum ein. Rund sechs Milliarden Dollar gibt IBM jährlich dafür aus. Das zahlt sich für das Unternehmen in zahllosen Patenten aus.

Im vergangenen Jahr war IBM das 18. Jahr in Folge das Unternehmen mit den meisten Patentanmeldungen weltweit. In den USA wurden 5'896 genehmigt. Erst deutlich dahinter lagen Samsung mit 4'551 und Microsoft mit 3'094 Patenten, wie IBM mitteilte. Wie rasant die Entwicklung heute ist, zeigt ein Vergleich mit den Anfangsjahren des Konzerns: So brauchten die IBM-Forscher für die ersten 5'000 US-Patente mehr als 50 Jahre nach der Gründung des Unternehmens 1911.

Die Wurzeln reichen noch weiter zurück

In Deutschland reichen die Wurzeln von IBM sogar bis 1910 zurück. Damals wurde in Berlin die Deutsche Hollerith-Maschinen Gesellschaft gegründet, die auf Lochkarten spezialisiert war. Durch die Wirtschaftskrise und die Inflation in den 20er-Jahren wuchsen die Schulden so stark, dass die Firma schliesslich von C-T-R übernommen wurde. In Deutschland wurde 1949, um dem Kürzel IBM gerecht zu werden, die Internationale Büro-Maschinen Gesellschaft, später die IBM Deutschland.

dapd/rek

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