Zum Hauptinhalt springen

Microsoft will Werbung in Programme schalten

Der oberste Stratege von Microsoft Craig Mundie hat sich was ganz besonderes einfallen lassen - und verspricht den Usern günstigere Software.

«Es gibt drei Wege, für Software zu zahlen: Kauf, Abonnement und Werbung. Wir haben seit unserer Gründung vor mehr als 30 Jahren nur die ersten beiden Wege genutzt», sagt der oberste Stratege von Microsoft, Craig Mundie, im Gespräch mit der «Süddeutschen Zeitung». Wenn Microsoft nun aber beginne, in Softwareprogrammen Werbung anzuzeigen, würden die Programme für die Verbraucher billiger.

Anwenderdaten überwachen

An dieser Neuausrichtung arbeitet der Softwaregigant seit längerer Zeit: Seit zwei Jahren ist Microsoft daran, die Einbindung von Reklame in Programmen patentieren lassen. Gerüchteweise will Microsoft auf die Interessen der Nutzer zugeschnittene Werbung machen. Dazu würden Anwenderdaten überwacht, damit das als «Advertising Framework» bezeichnete System Schlüsselwörter abfangen könne.

Die Suche nach den Killeranwendungen

Im Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» äussert sich Mundie auch zur Zukunft des PCs: Er habe schon «ein paar Ideen» für die wichtigsten Programme von Microsoft für die Zukunft, wolle sich aber nicht festlegen: «Man weiss nie, wann neue Killeranwendungen auftauchen, wo sie auftauchen - so war das schon immer im Computergeschäft.» Zweifellos werde sich aber die Funktionsweise des PCs am Arbeitsplatz in den nächsten fünf Jahren fundamental verändern. Der Computer werde «schlau»: Er wird «Zusammenhänge verstehen und sich an Dinge erinnern und nicht bloss all unsere Daten daraufhin untersuchen, ob man eher Werbung für einen BMW oder einen Mercedes einblenden soll».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch