Mit diesen Tipps läuft Windows schnell und stabil

Wenn Windows langsamer wird und seltsame Fehlermeldungen auftauchen, muss der Rechner gründlich aufgeräumt werden: Die besten Programme dafür.

Mit den Mankos von Windows muss man umzugehen wissen.
Video: Matthias Schüssler

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Apple hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Beim iPhone und beim iPad laufen die Apps vom Betriebssystem und von anderen Programmen getrennt. Das führt zwar dazu, dass Apps in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind und sich weder mit dem System noch untereinander so stark verzahnen können, wie das bei den klassischen Computern der Fall ist. Aber insgesamt erhöht diese Beschränkung die Zuverlässigkeit ganz wesentlich.

Bei Windows dürfen (klassische) Programme nach Lust und Laune das System verändern. Diese Freiheit wird nicht nur von Schadprogrammen missbraucht. Auch normale Programme verankern sich sehr häufig viel tiefer, als es notwendig wäre. Das führt zu den notorischen Windows-Problemen: Verlangsamung, seltsame Fehlermeldungen und Aussetzer bis hin zu Bluescreens.

App-Store-Apps machen weniger Probleme

Das lässt sich bei Windows durch den Einsatz von Apps aus dem Windows-Store vermeiden. Diese laufen ebenfalls isoliert vom Betriebssystem. Mit Microsofts neuestem Betriebssystem sollten somit die altbekannten Probleme der Vergangenheit angehören: Windows 10 S führt nämlich nur Apps aus dem Store aus.

Hier werden Programme bei Windows standardmässig deinstalliert. Der Look in Windows 10 ist zwar neu, aber die Funktion ist genauso unzuverlässig wie in Windows 95.

Doch die meisten Anwender möchten nicht auf die klassischen Desktop-Anwendungen verzichten. Und darum sind andere Methoden nötig, um das System sauber zu halten. Und die stellt das Video vor:

Aufräumen und sauber deinstallieren. Es ist sinnvoll, möglichst wenige Programmleichen auf seiner Festplatte zu haben. Das Programm The PC Decrapifier, das auch im Video zur allgemeinen Fehlerbehebung bei Windows vorgestellt wird, findet vorinstallierte Softwareprodukte, die nicht nötig sind, und entfernt sie.

Aufräumen – aber gründlich!

Es ist auch nicht verkehrt, ab und zu die installierten Programme durchzusehen und alles Unbenötigte zu löschen. Die normale Deinstallation findet sich bei Windows über das Suchfeld und die Eingabe «Programme hinzufügen oder entfernen». Allerdings erfolgen Standard-Deinstallationen oft unvollständig – wobei es nicht selten die Rückstände sind, die Probleme machen. Das Programm Revo Uninstaller ist gründlicher. Es sucht nach übersehenen Elementen und löscht sie eigenständig. Besonders gut klappt das, wenn das Programm die Installation überwachen konnte. Aber selbst wenn das nicht der Fall war, lohnt sich der Einsatz.

Eine Augenweide ist Revo Uninstaller nicht. Aber dafür akkurat und reinlich.

Eine ausführliche Vorstellung findet man hier. Es gibt eine kostenlose Variante. Die Pro-Version kann für knapp 20 US-Dollar gekauft werden.

Es erst gar nicht so weit kommen lassen. Es gibt Mittel und Wege, Programme so zu verwenden, dass sie das Betriebssystem nicht «kontaminieren» – das heisst, keine Veränderungen am System vornehmen. Der einfache Trick ist die Verwendung portabler Programme. Von vielen Programmen gibt es spezielle Varianten für die Verwendung ab USB-Stick. Da die portablen Versionen an jedem Computer ohne Installation benutzbar sind, verwenden sie auch eine autonome, vom System unabhängige Konfiguration.

Die portablen Versionen sind daher besonders gut geeignet, wenn eine Software lediglich ausprobiert werden soll. Falls sie die Erwartungen nicht erfüllt, braucht man nur den Programmordner zu löschen, um sie ohne Rückstände zu entfernen. Suchen Sie per Google einfach nach dem Programm mit dem Zusatz «Portable».

Programme in den Sandkasten verfrachten

Für den Fall, dass es keine portable Version gibt, führt man Programme in einer virtuellen Umgebung aus. Wie das geht, erklärt ein früheres Video. Oder man verfrachtet sie in eine geschützte Umgebung, den «Sandkasten». Genau das tut Sandboxie: Dieses Programm isoliert Anwendungen vom Betriebssystem. Änderungen erfolgen nicht am System, sondern nur in der Sandbox. Das hat mehrere Vorteile: Es ist im Detail sichtbar, was ein Programm überhaupt tut. Unerwünschte Änderungen richten keinen Schaden an, und man kann sie rückgängig machen. Und es ist sogar möglich, Programme mit unterschiedlichen Konfigurationen zu betreiben. Sandboxie kann kostenlos betrieben werden, aber nach 30 Tagen erscheinen Hinweise auf die Vollversion, die 21 US-Dollar pro Jahr oder 35 US-Dollar einmalig kostet. Eine ausführliche Anleitung gibt es hier.

Da ein Computer ohne Software nicht viel nützt, gibt es im Video abschliessend den Hinweis auf Ninite. Dieser Dienst installiert alle Programme, die man bei einem neuen Computer typischerweise benötigt, in einem Rutsch: schnell und unkompliziert. Eine echte Zeitersparnis!

Und bei der Installation lässt sich mit Ninite viel Zeit sparen.

Erstellt: 03.09.2017, 21:53 Uhr

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In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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