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Neue Google-Hardware gegen Apple und Microsoft

Der Internetkonzern plant, spezielle Computer für mobile Internetnutzer auf den Markt zu bringen.

Erste Geräte sollten bereits vom 15. Juni an für unter 400 US-Dollar im Handel erhältlich seien: Google-Manager Sundar Pinchai bei der Präsentation des Chromebook.
Erste Geräte sollten bereits vom 15. Juni an für unter 400 US-Dollar im Handel erhältlich seien: Google-Manager Sundar Pinchai bei der Präsentation des Chromebook.
Reuters

Das US-Unternehmen stellte dafür am Mittwoch auf seiner Entwickler-Konferenz IO in San Francisco spezielle Computer für mobile Internetnutzer vor. Das Produkt heisst Chromebook - ein Wortspiel aus dem hauseigenen Browser Chrome, dem geplanten, für die Onlinenutzung optimierten Betriebssystem Chrome OS und handlichen Computern, den sogenannten Netbooks. Erste Geräte sollten bereits vom 15. Juni an für unter 400 US-Dollar im Handel erhältlich seien.

Ein Manager des Konzerns versprach unter anderem, dass die Geräte niemals länger als acht Sekunden bräuchten, um zu starten, und in dieser Zeit sogar mit dem Internet verbunden seien. Google werde dafür – wie zuvor schon Apple mit seinen iPhones – exklusive Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern schliessen.

Die Batterien in den Chromebooks sollten zudem im Betrieb einen ganzen Tag halten. Ausserdem legten Chromebooks alle Daten stets verschlüsselt ab.

Tausende Geräte im Praxistest

Erste Geräte nach dem Chromebook-Standard sollen von Samsung und Acer produziert werden. Die Prozessoren liefere Intel. Google kündigte zudem die Computernutzung als Flatrate an. So sollen Unternehmen 28 US-Dollar pro Monat für Hard- und Software zahlen.

Schulen und Universitäten sollen überdies ihre Schüler und Studenten für 20 US-Dollar im Monat mit den Google-Geräten ausstatten können. «Wir gehen davon aus, dass sich die Art und Weise, wie Firmen und Bildungseinrichtungen mit Computern umgehen, fundamental verändern wird», sagte ein Manager des Konzerns bei der Präsentation. Diese Geräte sollen direkt bei Google erhältlich sein, ebenfalls von Juni an.

Keine eigenen Programme mehr

Googles Chrome-Plattform geht von der Idee aus, dass auf den Geräten ausser einem Browser keine Programme mehr laufen – sondern nur noch über das Internet. Daten werden dabei vor allem auf Servern des Konzerns gespeichert, etwa in der E-Mail-Plattform Gmail.

Das Google-System ist darauf ausgerichtet, mit den eigenen Plattformen zu arbeiten, die Google privaten Nutzern meist kostenfrei anbietet, aber auch an Unternehmen und Konzerne verkauft.

Für Mobiltelefone hat Google bereits eine entsprechende Plattform namens Android im Einsatz. Geräte auf Android sind inzwischen weltweit häufiger als Apples Erfolgsmodell iPhone. Apple gilt neben Microsoft, das bisher mit Windows den Markt der Betriebssysteme klar dominiert, als der Hauptkonkurrent von Google.

SDA/rek

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