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Windows Azure: «Ein gigantischer Schritt»

Nun hat auch Microsoft das Zauberwort «Cloud Comupting» entdeckt: Azure heisst das neue Internet-Betriebssystem. Doch was genau bringt es dem Anwender?

Können den Start von Windows 7 kaum erwarten: Microsoft-Chef Steve Ballmer (rechts) und Entwicklungschef Steven Sinofsky bei einer Präsentation in Atlanta.
Können den Start von Windows 7 kaum erwarten: Microsoft-Chef Steve Ballmer (rechts) und Entwicklungschef Steven Sinofsky bei einer Präsentation in Atlanta.
Keystone
An der Consumer Electronics Show in Las Vegas (CES) vom 7. Januar gab Steve Ballmer die offizielle Veröffentlichung der Windows-7-Testversion bekannt.
An der Consumer Electronics Show in Las Vegas (CES) vom 7. Januar gab Steve Ballmer die offizielle Veröffentlichung der Windows-7-Testversion bekannt.
Keystone
Fehlende Treiber, Programme, die sich nicht mehr nutzen lassen: Vista konnte nicht mit seinem Vorgänger XP mithalten. Auch knapp zwei Jahre nach dem Erscheinen von Windows Vista haben Nutzer ihre liebe Mühe damit. Microsoft selber bezeichnet die Verkaufszahlen jedoch als positiv.
Fehlende Treiber, Programme, die sich nicht mehr nutzen lassen: Vista konnte nicht mit seinem Vorgänger XP mithalten. Auch knapp zwei Jahre nach dem Erscheinen von Windows Vista haben Nutzer ihre liebe Mühe damit. Microsoft selber bezeichnet die Verkaufszahlen jedoch als positiv.
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Grosse Töne gestern am ersten Tag von Microsofts Entwicklerkonferenz PDC in Los Angeles. Da war die Rede von «Wendepunkt», von einem «gigantischen Schritt» und einem «Strategiewandel». Was ist passiert? Zusammengefasst steht für den weltgrössten Softwareentwickler künftig nicht mehr der PC im Zentrum der Technologieentwicklung, sondern das Internet - als umfassender Datenspeicher.

Windows Azure, sagte gestern Microsofts Chef-Softwareentwickler Ray Ozzie, stelle die Basis dar für den Wandel von reiner Software hin zu Software plus Service via Internet. Windows Azure ist demnach Microsofts Beitrag zum so genannten Cloud Computing, bei dem die Leistung unzähliger, über das Internet verbundener Rechner genutzt wird.

Die Installation von Programmen wird überflüssig

Ozzie betonte, dass Azure sich primär an Unternehmen richte. Geschäftskunden sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Programme zumindest teilweise auf den Riesen-Servern von Microsoft laufen zu lassen und über das Internet zu bedienen. Das bedeutet nichts anderes, als dass (zumindest theoretisch) die Installation von Programmen auf firmeneigenen Computern überflüssig wird. Für den Softwareexperten Ozzie bietet sich Azure auch an, künftig die Speicherung von Daten auszulagern.

Miete statt Kauf

Viele Fachleute stehen dem Cloud Computing Konzept skeptisch gegenüber - nicht so IT-Experte Christoph Witte, Herausgeber des Fachblatts Computerwoche. Cloud Computing stehe für den «Trend weg vom Besitz von Rechnern, Software und Netzen und hin zur bedarfsgerechten Miete». Anwender müssten nicht mehr mittel- und langfristig in IT investieren und sich so auf Architekturen und Applikationslandschaften festlegen, sondern könnten je nach Bedarf shoppen gehen. «Vorausgesetzt der Markt funktioniert, müssen die einen nicht mehr auf Jahre und Jahrzehnte ihre IT-Strategie festlegen und die anderen wären nicht mehr so stark vom Lizenzverkauf abhängig, sondern könnten ihre Lösungen über die Cloud (vorstellbar wie ein riesiges Service-Lager) zur Miete anbieten und so wahrscheinlich sehr viel mehr Kunden erreichen als heute», schreibt Witte auf computerwoche.de

Heute abend wird Windows 7 präsentiert

Heute Abend will Microsoft Windows 7 präsentieren, das Nachfolge-Betriebssystem von Windows Vista. Wahrscheinlich wird der Konzern aus Redmond definitiv mit dem XP-Nachfolger abschliessen, war Vista doch gezeichnet durch Treiberprobleme, schlechtes Marketing und unvorteilhafte Medienberichte.

Im Vorfeld der PDC sickerte durch, dass Windows 7 keine radikalen Veränderungen mit sich bringt. Offenbar erfährt die die Oberfläche einige Überarbeitungen in Form einer neuen Taskbar und veränderter Navigationselemente. Ausserdem sollen zusätzliche Eingabeformen möglich sein, wie man sie etwa schon von Apples iPhone kennt.

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