Windows wird ein bisschen schlauer

Das neue Update für Windows 10 macht den Umgang mit Daten in der Cloud komfortabler und verbessert die Zusammenarbeit mit dem Smartphone.

Wir haben einen Vorschlag, wie Microsoft das neue Update noch verbessern könnte.
Video: Matthias Schüssler

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Microsoft legt ein forsches Tempo vor: Schon im Juli hatte das Creators-Update diverse Verbesserungen gebracht. Nach wenigen Monaten legt der Softwarekonzern nach und liefert mit dem «Fall Creators Update» eine neue Version mit vielseitigen Verbesserungen. Sie machen die Arbeit komfortabler, aber auch sicherer.

Im Video stellen wir die besten Neuerungen vor. Und hier die Zusammenfassung in Textform:

Die neue Anwendung «Handy verknüpfen» führt das Mobiltelefon näher an das Windows-Gerät heran. Nachdem man in dieser App sein Smartphone registriert hat, lässt sich eine mobil geöffnete Website über den Button «Teilen» an den PC weiterreichen. Dafür benötigt man am iPhone die App Continue on PC, bei Android-Telefonen den Microsoft Launcher.

Am iPhone oder bei Android geöffnete Websites ganz einfach am Windows-PC weiterverwenden.

Die Apps sind kostenlos in den jeweiligen Stores erhältlich. Microsoft sendet beim Verknüpfen des Smartphones eine Nachricht mit dem passenden Link.

Kleine Festplatten werden geschont

Eine grosse Verbesserung erfährt OneDrive. Auf dem Computer erscheinen alle Dateien, die in Microsofts Cloudspeicher abgelegt sind. Doch sie belegen kaum Speicher, weil nicht benötigte Dokumente nur als Platzhalter vorhanden sind. Sobald ein Dokument benötigt wird, wird es automatisch aus der Cloud geholt. Das ist bei jenen Laptops praktisch, die nur mit einer geringen Speicherkapazität ausgestattet sind.

Die Platzhalter stellen alle Dateien zur Verfügung. Platz belegen sie nur, wenn man auch mit ihnen arbeitet.

Um für Situationen ohne Internetzugang gerüstet zu sein, gibt es die Möglichkeit, Dateien offline bereitzuhalten: Klicken Sie dafür die Datei oder den übergeordneten Ordner mit der rechten Maustaste an und schalten Sie im Kontextmenü die Option «Immer behalten auf diesem Gerät» ein.

Schnelle Chat-Gelegenheiten

Die Kontakte sind neu über ein eigenes Symbol in der Taskleiste zugänglich. Personeneinträge, mit denen man es häufig zu tun hat, werden direkt an die Taskleiste befestigt. Über diese Personensymbole lässt sich dann auch direkt ein Chat via Skype starten.

Der Edge-Browser stellt mit «Diese Tabs für später speichern» eine praktische Möglichkeit zur Verfügung, die offenen Seiten beiseitezulegen, bis man Zeit und Musse für sie hat. Und über das Menü können neu Webseiten auch als Icon an die Taskleiste festgeheftet werden.

Eine griffige, aber umständliche Sicherheitsfunktion

Schliesslich hält Windows 10 eine neue Sicherheitsfunktion bereit: Im «Defender Security Center» gibt es neu die Option «Überwachter Ordnerzugriff» (klicken Sie auf «Viren- & Bedrohungsschutz» und dann auf «Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz»). Sie sorgt dafür, dass nur ausgewählte Programme Zugriff auf die System- und Dokumentenordner haben – welche Ordner konkret geschützt werden, dürfen Sie selbst bestimmen.

Windows bewacht heikle Dateien nun besonders streng.

Wenn Sie den überwachten Ordnerzugriff einschalten, verweigert Windows unbekannten Programmen den Zugriff. Das verhindert effektiv, das Schadprogramme Manipulationen vornehmen oder Ihre Dokumente verändern. Auch der typische Verschlüsselungs- und Erpressungstrojaner läuft mit dieser Beschränkung ins Leere.

Der Nachteil ist allerdings, dass Sie jede einzelne Anwendung für zulässig erklären müssen und Windows das alles andere als leicht macht: Sie müssen im «Defender Security Center» die Apps über einen Explorer-Dialog auswählen, was eine umständliche Angelegenheit ist, gerade, wenn Sie viele Anwendungen benutzen. Das könnte Microsoft in einem künftigen Update noch benutzerfreundlicher gestalten.

Emoji-Ungereimtheit

Nicht testen konnten wir das neue Emoji-Panel, das systemweit bei Textfeldern zur Verfügung steht. Es sollte die Eingabe von Emojis über das Tastaturkürzel von Windows-Taste und Komma oder Semikolon erlauben. Doch entweder hat das bei unserer Vorabversion des «Fall Creators Update» nicht funktioniert, oder aber das Tastaturkürzel funktioniert bei der Schweizer Tastaturbelegung nicht.

Erstellt: 22.10.2017, 08:16 Uhr

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In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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