Zehn Apps, die 2017 begeisterten

Perlen, die es nicht in die offiziellen App-Jahreshitparaden von Apple und Google geschafft haben.

Die kleine Eule rechts hat einen Auftritt im Cyberspace.
Video: Matthias Schüssler

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Apple hat neulich, wie jedes Jahr, die beliebtesten Apps gekürt. In der Liste gibt es nur wenige Überraschungen – und kaum ein Softwareprodukt, das die meisten von uns nicht schon längst auf dem Smartphone haben.

Googles Liste ist mit mehr Überraschungen gespickt: Sieger ist die Hausaufgabenhilfe Socratic (kostenlos erhältlich für Android und iPhone). Doch abgesehen von diesem hilfreichen Programm, gibt es eher seichte Produkte für Fans von animierten Gifs und lustigen Internet-Videos, und Dinge wie FaceApp (iPhone und Android), die einen auf Selfies älter macht oder verjüngt.

«Sind Sie mit Google einverstanden?»

Bei den «versteckten Perlen» empfiehlt Google übrigens die eigene Allo-Chat-App, die sich als totaler Flop entpuppte – sodass ZDnet.com schon süffisant fragte: «Wenn Google sagt, das seien die besten Apps, sind Sie damit einverstanden?»

Aber natürlich sind die Geschmäcker verschieden. Im letzten Patentrezept-Video des Jahres geben wir eine persönlich gefärbte Liste mit zehn Apps, die sich für den Autor in diesem Jahr als unverzichtbar herausgestellt haben – oder die uns verblüfften.

Das sind die 10 Apps, deren Stärken vorgeführt werden:

Photomath (gratis, Android und iPhone) löst Rechnungen und komplizierte Gleichungen ab Blatt und zeigt den Lösungsweg auf.

Wer diese Gleichung im Kopf löst, hat die passende App nicht zur Hand.

Evermusic Pro (3 Franken, iPhone/iPad) ist eine vielseitige, optisch ansprechende Musik-App, die Musik auch von Cloud-Ablagen im Netz spielt und so den Speicher des Telefons entlastet (ausführliche Besprechung).

Firefox (Gratis, iPhone/iPad und Android) gibt es auch als vielseitige Smartphone-Variante mit vielen nützlichen Funktionen (ausführliche Besprechung).

Affinity Photo (20 Franken, iPad) zeigt, dass Bildbearbeitung am Tablet nicht mehr hinter dem Computer zurückzustehen braucht. Diese App hält Funktionen bereit, die man bislang vor allem von Photoshop kannte.

Airdisk Pro (2 Franken, iPhone/iPad) macht das Smartphone zum flexiblen Datenträger – so praktisch wie ein USB-Stick, aber garantiert immer dabei.

Das iPhone als USB-Stick, der via Browser mit Daten bestückt wird.

Storyboard (Kostenlos, Android) verwandelt Videos in Comic-Strips und erzielt mithilfe von künstlicher Intelligenz diverse Varianten in ganz unterschiedlichen Stilen.

Vertrauenswürdige Kontakte (gratis, Android und iPhone) ist eine Absicherung für Notfälle. Die berechtigten Freunde und Familienmitglieder dürfen, wenn sie in Sorge sind, den Standort des Telefonbenutzers abfragen. Wenn der Zugriff nicht erteilt werden kann, gibt ihn die App automatisch während einer gewissen Zeitdauer. Diese Frist kann man in der App selbst wählen.

Adobe Scan (gratis, Android und iPhone) erzeugt aus Papierdokumenten digitale Dateien. Die PDF werden automatisch optimiert und mittels Texterkennung behandelt, sodass sie durchsuchbar sind und Texte in die Zwischenablage kopiert werden können.

Trnio (1 Franken, iPhone) macht etwas Ähnliches: Diese App verwandelt reale Gegenstände via Smartphone-Kamera mit verblüffender Qualität in digitale Modelle. Diese können am Computer bearbeitet und mit anderen Objekten kombiniert und per 3-D-Drucker ausgegeben werden (ausführliche Besprechung).

Ein reales Objekt, per App in eine 3-D-Umgebung versetzt.

Too Good To Go (gratis, Android und iPhone) schlägt drei Fliegen mit einer Klappe: Die App verschafft einem ein gutes Mittag- oder Abendessen. Sie spart bares Geld, und sie bekämpft obendrein Lebensmittelverschwendung.

Erstellt: 17.12.2017, 10:05 Uhr

Tipps und Tricks in Videoform

Was sind Ihre Anliegen?

In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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