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Der gelesene Leser

Wer E-Books liest, wird digital verfolgt. Eine Katastrophe oder eine Chance, massgeschneiderte Bücher zu schaffen?

Der markanteste Satz in Suzanne Collins Trilogie «Die Tribute von Panem» lautet: «Manchmal passieren den Menschen Dinge, auf die sie nicht vorbereitet sind.» Über 30'000 Leser haben ihn in ihren E-Books markiert. Die wenigsten von ihnen haben ihre Bücher aber zu Ende gelesen. Woher ich das weiss? Der Mathematiker Jordan Ellenberg hat anhand der Daten von Kindle-Nutzern hochgerechnet, wie oft der Durchschnittsleser bis zur letzten Seite durchhält: Bei Donna Tartts voluminösem «Distelfink» waren es 98 Prozent, bei «Fifty Shades of Grey» nur 26 Prozent, bei Thomas Pikettys «Kapital im 21. Jahrhundert» klägliche 2,4 Prozent.

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