Die Cloud in den eigenen vier Wänden

Lima Ultra verspricht, aus einer gewöhnlichen Festplatte einen privaten Cloudspeicher zu machen. Wir haben das Gadget getestet.

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Du willst von überall mit dem Smartphone auf deine Musik, Bilder oder Dokumente zugreifen, möchtest aber aus Privatsphäregründen keine Cloud-Lösung wie Dropbox oder Google Drive nutzen? Dann könnte Lima Ultra das Richtige sein: ein Adapter für die persönliche Cloud in der Wohnung.

Sicher, ein NAS (Network-attached Storage) kann das auch. Aber im Unterschied zu NAS-Lösungen ist das Crowdfunding-Produkt eines französischen Start-ups erfrischend simpel in der Bedienung – durchaus etwas für Dummies –, kostengünstig und super winzig.

Schnell installiert

Nur schon das Auspacken sorgt für gute Laune: In der secen weissen Schachtel liegt nichts als das fast zigarettenschachtelgrosse weisse Kästchen, ein Netzwerk- und ein Stromkabel sowie eine Kurz­anleitung. Man versorgt das Kästchen mit Strom und steckt es dann zwischen Router und eine eigene USB-Festplatte. Diese konfiguriert sich anschliessend fast von selbst und macht Dateien von unterwegs für jedes Gerät zugänglich, auf dem die Lima-App (Mac, Windows, Linux, iOS, Android) installiert ist. Auf allen Geräten erscheint ein virtuelles Lima-Laufwerk, unterteilt in die Ordner Musik, Pictures, Movies, Desktop und Documents, wie man das von Cloud-Anwendungen wie Dropbox kennt.

Für die Installation braucht es nach dem Aus­packen kaum länger als fünf Minuten. Dann kann man damit beginnen, Daten in die Lima-Cloud zu ­verschieben. Später wird jedes neue Handybild automatisch auf Lima geladen. Vom Handy aus lassen sich anschliessend alle Fotos anschauen und durch­scrollen, die dort lagern. Auch Musik kann man so unterwegs streamen. Dabei arbeitet Lima Ultra viel flotter als befürchtet, fast wie Dropbox oder Google Fotos, was beim ersten ­Lima-Modell laut Medien­berichten nicht der Fall war.

Peer-to-Peer sorgt für Tempo

Verantwortlich dafür ist ein neuer, ultraschneller Vier-Kern-Prozessor. Zudem arbeitet Lima nach dem Peer-to-Peer-Modell. Die ­Geräte tauschen (verschlüsselte) Dateien direkt mit­einander aus, statt sie auf einem zentralen Server zu speichern. Das hat den Vorteil, dass eine gewünschte Datei nicht von dort heruntergeladen werden muss, sondern jedes Gerät, auf dem sie gespeichert ist, Daten zuliefert, was erheblich schneller geht. Anstatt die Dateien selbst zu synchronisieren – was länger dauert und Speicherplatz benötigt –, synchronisieren die Geräte nur Metadaten der Dateien.

Kurzum: Lima ist ganz schön smart und entsprechend beliebt. Deshalb kann es zu Lieferproblemen kommen. Erhältlich bei Digitec zum Vorbestellen. Website Lima (SonntagsZeitung)

Erstellt: 31.03.2017, 08:07 Uhr

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