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Stillen ist laut Facebook obszön

Für das soziale Netzwerk verstossen Bilder von stillenden Müttern gegen die guten Sitten. Facebook entfernt deshalb die Fotos systematisch. Dagegen formiert sich nun heftiger Protest.

Bereits über 80'000 Menschen haben die Online-Petition gezeichnet. Und auf Protestseiten haben bereits über 11'000 Mütter ihre Still-Bilder hochgeladen. So wehren sie sich dagegen, dass Facebook seit einigen Wochen Bilder von Müttern systematisch entfernt, welche ihrem Baby die Brust geben.

Die Nutzerinnen werden gewarnt, dass ihre Fotos als «obszön» eingestuft worden seien und ein erneutes Hochladen die Löschung des Profils zur Folge habe. «Wir fragen uns, was an diesen Bildern ist den obszön? Besonders im Vergleich zu den vielen Bildern, die man sonst auf Facebook zu sehen kriegt?», schreiben die Protestierenden.

Die Website «sauber halten»

Das soziale Netzwerk löscht zwar nicht alle Fotos, sondern nur solche, die Brustwarzen und Warzenhof der Frau entblössen. Doch Facebook ist dabei streng. Dies zeigt ein Blick auf die vielen Fotos, die vom Online-Unternehmen bereits gelöscht worden sind (siehe Bilder und weiterführender Link). Facebook beruft sich dabei auf die Richtlinien über «obszönes, pornographisches oder sexuell explizites Material».

«Auch wir finden, dass Stillen natürlich und schön ist und wir freuen uns, dass es für gewisse Mütter so wichtig ist, dass sie ihre Erfahrung auf Facebook mit anderen teilen wollen», sagte ein Sprecher gegenüber der britischen Zeitung «The Times». Aber, fuhr er fort, einige Fotos seien entfernt worden, um die Website für alle Benutzer - besonders Kinder - sauber zu halten. «Warum ist auf Facebook unerlaubt, was in der Öffentlichkeit völlig legal ist?», fragen sich dagegen die Protestierenden.

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