Zum Hauptinhalt springen

Eine literarische Revolution ;-)

Poetisch, kryptisch und komprimierend: Die Emojis werden von den einen als Sprachverluderung verschrien, von den anderen für Literatur benutzt.

Wer sich mit diesen Zeichen geschickt auszudrücken vermag, wird von der ganzen Welt verstanden. Foto: PD
Wer sich mit diesen Zeichen geschickt auszudrücken vermag, wird von der ganzen Welt verstanden. Foto: PD

An den bunten Piktogrammen scheiden sich die Geister: «Verhunzen die Smileys unsere Sprache?» fragte die «Schweiz am Sonntag». Inflationär und gedankenlos eingesetzt, erschweren diese modernen Hieroglyphen bei SMS oder Whatsapp-Mitteilungen das Verständnis, statt die Kommunikation zu vereinfachen.

Oder sind die Emojis doch eher die universelle Sprache für die «Generation Z», die in der digitalen Welt gross geworden ist? Das Londoner Kulturmagazin «Culture Whisper» lobt die «poetische, kryptische Kraft» der Emojis und sieht in ihnen gar eine globale, sprachübergreifende Verständigungsform, die wie die japanische Gedichtform der Haikus Augenblicke und Begebenheiten maximal zu komprimieren vermag. «Vor zehn Jahren schien die Idee lächerlich, dass alles in eine Tweet-Nachricht von 140 Zeichen verdichtet werden kann», sagte Nick Kendall zu «USA Today». Er ist der Erfinder der Emojicate-App, bei der man sich allein über die bunten Piktogramme austauscht. «Ein einziges Zeichen kann zehn oder mehr Buchstaben ersetzen», bekräftigt Kendall.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.