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16-jähriger Brite soll US-Geheimdienst gehackt haben

Im Januar musste US-Geheimdienstkoordinator James Clapper bekannt geben, dass seine Onlinekonten gehackt wurden. Hinter dem Pseudonym «Cracka» soll ein Jugendlicher stecken.

Opfer einer Hacker-Attacke: US-Geheimdienstkoordinator James Clapper in Washington. (9. Februar 2016)
Opfer einer Hacker-Attacke: US-Geheimdienstkoordinator James Clapper in Washington. (9. Februar 2016)
Alex Brandon, Keystone

Die britische Polizei hat einen Teenager festgenommen, der für peinliche Datenlecks beim US-Geheimdienst verantwortlich sein soll. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde der 16-jährige Junge am Dienstag in den englischen West Midlands festgenommen.

Nach Angaben eines Sprechers soll er sich unerlaubt Zugang zu Computerdaten verschafft haben. Wie der US-Fernsehsender CNN und die Nachrichtenseite Motherboard berichteten, geht es um Hackerangriffe auf hochrangige US-Geheimdienstvertreter.

Gehackte E-Mails auf Wikileaks

Im Januar hatte der US-Geheimdienstkoordinator James Clapper eingestehen müssen, dass seine Onlinekonten gehackt worden sind. Laut Motherboard bekannte sich ein Jugendlicher zu dem Hackerangriff auf Clappers Internet- und Telefonkonto. Laut dem Bericht gelang es dem Hacker, Anrufe an Clappers Nummer zur propalästinensischen Bewegung Free Palestine Movement umzuleiten. Zudem sei er in ein Yahoo-Konto von Clappers Ehefrau eingedrungen.

Der Hacker mit dem Pseudonym Cracka gehörte demnach einer Gruppe an, die bereits in einen Cyberangriff auf das private E-Mail-Konto des CIA-Direktors John Brennan verwickelt war. Die Enthüllungs-Website Wikileaks hatte im Oktober gehackte E-Mails von Brennan veröffentlicht.

Die Dokumente stammten aus einem Postfach beim E-Mail-Dienst AOL, das der Geheimdienstdirektor vor seinem Amtsantritt genutzt hatte. Geheime Informationen enthielt es nicht. Brennan reagierte «empört» auf die Veröffentlichung.

SDA/afo

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