Auch auf Google gilt nun Recht auf Vergessen

Google muss auf Wunsch Suchergebnisse mit sensiblen persönlichen Daten löschen. Dies hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden.

Der Suchmaschinenbetreiber ist für die Verarbeitung der Daten verantwortlich: Google-Startseite auf einem Smartphone.

Der Suchmaschinenbetreiber ist für die Verarbeitung der Daten verantwortlich: Google-Startseite auf einem Smartphone. Bild: Reuters

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Der Suchmaschinenbetreiber Google kann dazu verpflichtet werden, Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus seiner Ergebnisliste zu streichen. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden (siehe Urteil).

Ein solches Recht leite sich aus der EU-Datenschutzrichtlinie ab. Nach Ansicht des EU-Gerichts ist der Suchmaschinenbetreiber für die Verarbeitung der Daten verantwortlich.

Ein Betroffener könne sich mit der Bitte um Änderung der Suchergebnisse an Google wenden - oder sonst an die zuständigen Stellen. Geklagt hatte ein Spanier. Er wehrte sich dagegen, dass Google bei der Eingabe seines Namens noch heute einen Artikel über die Zwangsversteigerung seines Hauses vor 15 Jahren anzeigt. (kpn/sda)

Erstellt: 13.05.2014, 10:52 Uhr

Umfrage

«Recht auf Vergessen» im Netz: Laut EU-Urteil muss Google künftig gewisse Links auf Anfrage löschen. Begrüssen Sie das?

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