Das Fotoportal, das Musik macht

Der Schweizer Gratisdienst Clipcook ermöglicht es Nutzern, eigene Diashows anzufertigen und mit der passenden Lieblingsmusik zu unterlegen – eine weltweit neuartige Kombination.

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Der Aufbau der Seite clipcook.com erinnert stark an Portale wie Youtube, bietet aber neuartige Möglichkeiten für die Produktion musikalisch untermalter Slideshows. Gründer ist der Basler Marco Fritz. Clipcook soll laut Fritz die Lücke zwischen Youtube und Flickr, also Videos und Bildern, schliessen.

Zwei Innovationen machen Clipcook weltweit einzigartig: Zum einen werden nur hier zahlreiche bekannte Musiktitel angeboten, die man auf legalem Weg zur Begleitung der eigenen Slideshow gratis benutzen kann. Lange haben Marco Fritz und sein Team dafür gekämpft, die Musiklizenzen zu erhalten, doch es hat sich gelohnt: Aus über 600 Songs kann der Nutzer seinen favorisierten Hit auswählen und ihn der Diashow hinzufügen. So kann man man selbstgestaltete Liebesgrüsse, Glückwünsche, Einladungen, Mitteilungen oder Anzeigen mit Lieblingssongs attraktiv gestalten.

Weniger ist mehr

Die andere Innovation ist der Clip-Editor von Clipcook, der zugleich das Herzstück des Portals darstellt. Mit dem Editor können die Nutzer ihre eigenen Clips nach Lust und Laune zusammenstellen – sie sind Drehbuchautor, Art Director, Produzent und Regisseur in einem. Dabei ist vor allem die Anwenderfreundlichkeit der grosse Trumpf der Clipcook-Community.

Um Clipcook zu bedienen, brauche es keine Spezialkenntnisse. «Eine Anleitung ist im unteren Bereich der Startseite abrufbar – dort wird Schritt für Schritt erklärt, wie der Nutzer seine eigene Slideshow erstellen kann.», erklärt Fritz. Das System sei absichtlich sehr einfach gehalten, ganz nach dem Motto «weniger ist mehr». So könne jeder seine eigene komplette Diashow erstellen. Ein weiterer Pluspunkt von Clipcook.com ist, dass die Seite mit Facebook und Flickr verlinkt ist. Wer auf diesen Portalen Fotoalben erstellt hat, kann diese direkt in dem Editor von Clipcook einspeisen.

90 Sekunden mit der Welt teilen

90 Sekunden kann ein Clip maximal dauern, den man mit höchstens 83 Bildern bestücken kann. Den besten Effekt erzielt man laut Fritz aber mit etwa 12 bis 30 Bildern pro Slideshow.

Wer schon seinen eigenen Clip zusammengebastelt hat, soll die Möglichkeit erhalten, ihn mit der Welt zu teilen. Die Slideshows von Clipcook können auf verschiedene Arten verbreitet werden: Über E-Mail, Communitys wie Facebook und Twitter oder eingebunden in die eigene Website. Auf Clipcook selbst werden die eigenen Clips ebenfalls platziert. Im Gegensatz zu Portalen wie Facebook sind die Bildrechte bei Clipcook jedoch klar reguliert. Niemand kann Bilder von anderen Usern herunterladen und verwenden.

Erstellt: 11.08.2010, 10:36 Uhr

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