Das Szenario des Internet-Untergangs

Der Chef des US-Geheimdiensts NSA, Keith Alexander, kommt in Las Vegas mit der Hackerszene zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche: Der sogenannte Internet Doomsday Worm.

«Gemeinsame Werte, gemeinsame Verantwortung»: NSA-Chef Keith Alexander.

«Gemeinsame Werte, gemeinsame Verantwortung»: NSA-Chef Keith Alexander. Bild: AFP

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Das Stören, Zerlegen, Analysieren und Absichern von technischen Systemen aller Art steht im Blickpunkt einer Hacker-Konferenz, zu der am Donnerstag mehrere tausend Computerexperten in Las Vegas zusammenkommen.

Die Defcon (abgekürzt für Defense Condition - Verteidigungsbereitschaft) findet bereits zum 20. Mal statt und dient zusammen mit der parallel stattfindenden Konferenz «Black Hat» als Treffpunkt von unabhängigen Hackern mit Sicherheitsexperten aus Wirtschaft und Behörden.

Zu den Hauptrednern gehört in diesem Jahr der Chef des US- Geheimdiensts NSA, Keith Alexander, der über «gemeinsame Werte, gemeinsame Verantwortung» sprechen wird. In einem Blog-Beitrag für die Konferenz entwarf der Sicherheitsexperte Paul F. Renda das Szenario einer Schadsoftware, die den Untergang des globalen Computernetzes herbeiführt.

Wurm macht das Internet langsamer

Ein solcher Internet Doomsday Worm könnte vermutlich ähnliche Eigenschaften haben wie ein biologischer Virus, sich über längere Zeit hinweg zunächst unbemerkt verbreiten und auf einem befallenen Rechner zunächst kaum auffallen, erklärte Renda.

Er halte es zwar für unwahrscheinlich, dass sich das Internet tatsächlich abschalten lasse, ein sich langsam ausbreitender Wurm könnte aber tatsächlich spürbare Verbindungsprobleme verursachen.

Wie sicher sind die Betriebssysteme?

Zu den Schwerpunkten der Konferenz gehören die Sicherheit aktueller Betriebssysteme wie iOS, Android und Windows 8. Die Teilnehmer der bis Sonntag dauernden Konferenz können in mehreren Wettbewerben ihre Fähigkeiten testen, in IT-Systeme einzudringen oder diese abzusichern.

Nach den Vorträgen gibt es jeden Abend eine Party für die Teilnehmer - die dabei aufspielenden Bands tragen zum Thema passende Namen wie «Dr. Raid», «YTCracker» oder «phreakocious».

(rek/sda)

Erstellt: 26.07.2012, 11:07 Uhr

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