Die besten Tipps, wie man Google umgeht

Warum sich über Googles Sammelwut aufregen, wenn es Alternativen gibt? Die wichtigsten Dienste der Konkurrenz.

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Vor zehn Jahren von zwei Studenten als reine Suchmaschine geschaffen, legte Google seitdem einen rasanten Aufstieg hin. Dank zahlreichen Funktionen wie E-mail-, Kalender- und Kartendiensten ist Google mit einem Wert von rund 86 Milliarden US-Dollar die teuerste Marke der Welt.

Mit zunehmender Dominanz wuchs auch die Kritik. «Google ist längst keine Suchmaschine mehr», sagt Internetexperte Gerald Reischl, «es ist ein Weltkonzern, der die totale Kontrolle der Internet-Gemeinde anstrebt und zum grössten Händler und Archivar von Informationen werden will.» Das Unternehmen arbeite an der totalen Kontrolle über das Internet und und über den Nutzer. Und während Datenschützer zu tiefe Einblicke ins Privatleben bemängeln, stossen sich die IT-Exeperten an den regelmässig auftauchenden Sicherheitslücken, zuletzt beim Google-Browser Chrome.

Wer von Google genug hat, kann auf andere Services ausweichen. Ein paar Beispiele.

Alternativen zu Google Map:

Openstreetmap: Ziel des vor vier Jahren vom Engländer Steve Coast entwickelten Kartographie-Tools ist es, Strassenkarten auf der ganzen Welt gratis zur Verfügung zu stellen. Überall auf der Welt sammeln Freiwillige, so genannte Mapper, entsprechende Daten. Sie sind mit GPS-Sendern ausgerüstet und messen die Umgebung aus, markieren Gebäude oder Sehenswürdigkeiten. Dann werden die Rohdaten zu Karten zusammengeführt und mit Zusatzinformationen wie Bahnhöfen, Spitälern und Warenhäusern versehen. Openstreetmap ist ein Open-Source-Projekt. Darum darf das verfügbare Kartenmaterial unbeschränkt weiterverwendet werden (www.openstreetmap.org).

Weitere Gratis-Alternativen: Yahoo Maps (maps.yahoo.com), Windows Live Maps (maps.live.de).

Alternativen zu Google.ch:

Yasni: Diese Personensuchmaschine ist, was Namen betrifft, besser als Google. Der Suchservice grast Google, Yahoo, Wikipedia, Websites und soziale Netzwerke wie Facebook ab. Die Namen werden in Echtzeit gesucht. Yasni.de bietet einen wöchentlichen Infoservice über Neueinträge zu einem Namen im Internet an. Mit fünf Millionen Besuchern pro Monat ist Yasni Europas grösste Personen-Suchmaschine. Wer hier nach seinem Namen sucht, wird überrascht sein, was das Web alles über einem preisgibt (www.yasni.de).

123People : Auch dieser Suchdienst ist auf Namen spezialisiert. Die Treffer werden nach Kategorien geordnet: Unter anderem nach Nachrichten, Mailadressen, Bildern, Videos und soziale Netzwerken (www.123people.com).

Cuil : Das Start-up ging vor zwei Monaten online. Die Macher versprachen mehr indizierte Seiten und besser Ergebnislisten als Google. Der ganz in schwarz gekleidete Searcher leidet noch an Kinderkrankheiten, hat aber Potenzial (www.cuil.com).

Sproose : Die Suchmaschine des deutschen Entwicklers Stefan Groschupf setzt auf die Mithilfe der Surfer. Nicht Computer, sondern Menschen bestimmen durch ihr Votum, welcher Link nach einer Suche ganz oben auf der Ergebnisliste erscheint (www.sproose.com).

Weitere Gratis-Alternativen: Für Bilder - www.picsearch.de. Für Musik - www.skreemr.com. Für Videos - www.blinkx.com. Für Blogs - www.blogato.net.

Alternativen zum Google-Browser Chrome: Die Liste der frei verfügbaren Browser ist lang. Die bekanntesten Webbrowser sind Internet Explorer von Microsoft, Firefox von Mozilla und Safari von Apple. Auch Nischenprodukte wie zum Beispiel Opera und Flock sind prüfenswert.

Alternativen zum Google-Mail Gmail: Wie Browser gibt es auch kostenlose E-Mail-Anbieter zur Genüge. Weltweit führend ist Hotmail. Der Microsoft-Browser hat dreimal mehr Kunden als Konkurrent Gmail. Marktführer in der Schweiz ist Bluewin.ch.

Erstellt: 19.05.2010, 08:51 Uhr

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