Erneut ein Trojaner auf 20minuten.ch

Die Website von «20 Minuten» kommt nicht zur Ruhe. Am Montag ist über das Onlineportal der Gratiszeitung wieder eine schädliche Software verteilt worden.

Wieder sind Windows-Systeme in Gefahr: Der Trojaner namens Bedep versucht, weitere Hintertüren für Angreifer zu öffnen. (28. Oktober 2014)

Wieder sind Windows-Systeme in Gefahr: Der Trojaner namens Bedep versucht, weitere Hintertüren für Angreifer zu öffnen. (28. Oktober 2014) Bild: Keystone

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20minuten.ch sei erneut Ziel einer Malware-Attacke geworden, hiess es am Montagmittag auf der Website von «20 Minuten». Schuld sei ein verseuchtes Netzwerk eines externen Werbeanbieters, dessen Anzeigen auf 20minuten.ch eingebunden waren. Alle Anzeigen dieses Anbieters wurden daraufhin umgehend deaktiviert, wie «20 Minuten» schreibt.

Bei der besagten schädlichen Software handelt es sich um einen Trojaner namens Bedep. Nach ersten Erkenntnissen seien wiederum nur Windows-Systeme in Gefahr, heisst es weiter. Befinde sich Bedep einmal auf dem System, versuche das Tool weitere Hintertüren für Angreifer zu öffnen.

Hackerangriff mit E-Banking-Trojaner

Bereits am Donnerstag war über die Website von «20 Minuten» schädliche Software verbreitet worden. Es handelte sich dabei gemäss der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes um einen E-Banking-Trojaner namens Gozi. Dieser versucht auf die Bankkonten der Nutzer zuzugreifen.

Darauf aufmerksam geworden war die Bundesverwaltung. Sie hatte verschiedene versuchte Infektionen festgestellt. Ihre Abwehrsysteme konnten die wiederholten Angriffe jedoch abwehren. Zur Sicherheit wurde die Seite von «20 Minuten» für die Mitarbeitenden aber vorübergehend gesperrt. Andere Unternehmen waren dem Beispiel gefolgt.

Die Tamedia hatte nach dem Angriff auf 20minuten.ch betont, dass lediglich Nutzerinnen und Nutzer, die mit ihrem Desktop-Computer auf die Website zugreifen, betroffen seien. Von den mobilen 20-Minuten-Apps sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr ausgegangen. Dies ist auch beim jüngsten Malware-Angriff der Fall, wie es auf 20minuten.ch heisst. (pat/sda)

Erstellt: 11.04.2016, 15:20 Uhr

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