Im Ausland mit dem Handy surfen wird endlich billiger

Swisscom senkt die Gebühren für den Datentransfer im Ausland. Das ist überfällig. Allerdings sind die Datenroaming-Preise nach wie vor massiv höher als in der Schweiz.

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Swisscom senkt am 1. Dezember die Gebühren fürs Daten-Roaming, also dem Surfen mit dem Handy im Ausland. In der EU und Westeuropa kostet beispielsweise ein Datenpaket von 5 MB im Standardtarif (respektive 10 MB mit entsprechender Option) 7 Franken für 24 Stunden – bisher hat 1 MB im Standardtarif 10 Franken gekostet. Viele Kunden wurden darum nach der Rückkehr in die Schweiz mit «Horrorrechnungen» konfrontiert.

«Für die Konsumenten ist die Tarifsenkung begrüssenswert, insbesondere da sich die hohen Tarife für Daten-Roaming in der Vergangenheit kaum rechtfertigen liessen», sagt dazu Ralf Beyeler, Telecom-Experte beim Preisvergleichsdienst Comparis. Besonders für Europa seien die neuen Tarife im Vergleich zum bisherigen Angebot attraktiver.

Die Swisscom profitiert weiterhin

Beyeler hat aber auch festgestellt, dass die Preise für den Datenverkehr «immer noch massiv höher als in der Schweiz» seien. In der Schweiz bezahle der Kunde, je nach gewähltem Angebot, umgerechnet 3 bis 13 Rappen pro MB. «Daten-Roaming bleibt für die Swisscom ein lohnenswertes Geschäft», folgert der Experte. Trotz der Preissenkung empfiehlt Beyeler Konsumenten, die im Ausland Daten übertragen, nach wie vor eine Datenoption zu lösen.

Ein Nachteil ist laut Beyeler: «Wer nur die Hälfte des Tagespakets braucht, zahlt trotzdem den vollen Preis.» Positiv bewertet der Comparis-Experte hingegen, dass – wenn ein Datenpaket aufgebraucht ist – automatisch ein neues Datenpaket beginnt. So surfe der Kunde immer zum besten Tarif.

Allerdings sei für den Kunden nicht ersichtlich, wann das Paket aufgebraucht sei und ein zweites verrechnet werde. «Hier wäre eine kurze Benachrichtigung sicher kundenfreundlich», sagt Beyeler. Immerhin: Ab Frühling 2011 verschickt Swisscom eine SMS an Kunden, falls bestimmte Beträge beim Daten-Roaming erreicht werden.

(rek)

Erstellt: 04.11.2010, 14:36 Uhr

Keine Kostenfalle mehr: Im Internet surfen am Strand.

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