Internetzwang für Bauern

Bisher gings per Papier, nun gehts nur noch online: Den Antrag für Direktzahlungen müssen St. Galler Landwirte künftig am Computer ausfüllen.

Nach dem Stall ans Internet: Bauer am Computer.

Nach dem Stall ans Internet: Bauer am Computer. Bild: Keystone

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Die St. Galler Landwirte dürfen Gesuche für Direktzahlungen nur noch Online und nicht mehr auf Papier einreichen. Dafür gibt es neu ein Obligatorium. Die Gesetzesgrundlage dazu folgt mit dem Landwirtschaftsgesetz, das in der Septembersession beraten wurde.

Die Landwirtschaft sei «die erste Branche in diesem Kanton, die integral auf E-Government umgestellt hat», sagte Regierungsrat Benedikt Würth (CVP) in der Septembersession bei der Beratung des Landwirtschaftsgesetzes.

Integral auf E-Governement? «Die Bauern können die Gesuche für Direktzahlungen nur noch elektronisch einreichen», erklärte Roger Peterer, Leiter des Landwirtschaftsamtes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Im Gegensatz etwa zu den Steuererklärungen gebe es für die Landwirte seit 2014 ein Obligatorium.

Superuser vom Bauernverband

Bisher habe man die schriftlich eingereichten Gesuche ins System eintippen müssen, nun übernähmen dies die Bauern. Damit gebe es eine Fehlerquelle weniger, so Peterer. Hintergrund ist die Einführung der Agrarpolitik 2014 bis 2017 mit ihren zahlreichen Änderungen. Man habe entschieden, bei dieser Gelegenheit ohne Übergangsphase gleich auf das neue System umzustellen.

Der Bauernverband habe «Superuser» eingesetzt, die vor allem ältere Landwirte bei der Umstellung unterstützt hätten. Für viele Bauern seien Onlineformulare allerdings nicht neu. Peterer erinnerte an die schon länger eingeführte Tierverkehrsdatenbank TVD. Weiter gebe es die Datenbank für Hofdünger-Flüsse HODUFLU, in der etwa der Export von Schweinegülle online gemeldet werden müsse.

Im Kanton Thurgau ist dies alles nichts Neues: «Wir haben bereits 2011 umgestellt», sagte Hans Heuberger von der Abteilung Direktzahlungen und Dienstleistungen im Landwirtschaftsamt. In den Gemeinden gebe es sogenannte «Internethelfer». Heute erledigten aber die meisten Landwirte die Meldungen selber. (sda)

Erstellt: 23.09.2014, 11:43 Uhr

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