Mensch & Maschine

Licht an – wie von Geisterhand

Der Bewegungssensor von Philips soll den Lichtschalter überflüssig machen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat ihn ausprobiert.

Der kleine Sensor (links im Bild) lässt sich an der Wand befestigen oder ins Bücherregal stellen.

Der kleine Sensor (links im Bild) lässt sich an der Wand befestigen oder ins Bücherregal stellen. Bild: PD

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Philips farbwechselnde Glühbirnen, die man mit dem Handy fernsteuern kann, sind eine lustige Spielerei. Ausserhalb von Informatiker-WGs sind sie im Alltag aber kaum anzutreffen, sind sie doch für die meisten Haushaltsbudgets mit fast 70 Franken pro Birne zu teuer und übermotorisiert. Um einmal im Jahr den Besuch mit einer Lichtshow zu beeindrucken, lohnt sich die Investition wirklich nicht.

Inzwischen bietet Philips aber auch zwei abgespeckte und alltagstauglichere Varianten an. Die günstigste Version heisst White (unter 25 Franken pro Birne). Da lässt sich das weisse Licht allerdings nur dimmen. Die ideale Kombination aus beiden Systemen heisst White Ambiance (40 Franken pro Birne). Damit kann man unzählige Weisstöne auswählen. Weissblaues Licht, wenn man sich konzentrieren möchte. Warmweisses Licht, wenn man am Abend in gemütlicher Runde zusammensitzt.

Inneneinrichter spielen

Es ist erstaunlich, wie schnell die Glühbirnen installiert und mit der Basisstation verbunden sind. Technisches Know-how ist keines vonnöten. Über die Philips-App, Apples Homekit-App oder über den im Starterpaket mitgelieferten Schalter lässt sich das Licht bedienen.

Natürlich kann man auch die normalen Lichtschalter verwenden. Dann muss man allerdings auf die vielen Feineinstellungen verzichten. Wer das nötige technische Flair hat, kann Lampen auch gezielt den eigenen Bedürfnissen anpassen und programmieren, dass sie ausgehen, wenn man das Haus verlässt. Tüftler können sie auch blinken lassen, wenn zum Beispiel eine E-Mail eintrifft. Aber da sind wir wieder in der Informatiker-WG.

Ohne Lichtschalter

Wirklich komfortabler als das althergebrachte Licht ist das alles nicht. Nur vielseitiger. Aber hier kommt nun der neue Bewegungssensor von Philips ins Spiel. Der lässt sich genauso leicht wie eine neue Glühbirne ins System integrieren. Einmal installiert, schaltet er das Licht automatisch ein, wenn jemand in den Raum kommt und das Tageslicht nicht ausreicht.

So muss man nachts auf dem Weg ins Bad nicht mehr nach dem Lichtschalter tasten. Das sanfte Nachtlicht geht automatisch an und nach fünf Minuten wieder aus, wenn der Sensor keine Bewegung mehr erkennt.

Genauso sollte dereinst das smarte Zuhause funktionieren. Nämlich ohne dass man für jede Kleinigkeit das Handy hervorkramen muss.

Der Philips-Hue-Motion-Sensor kostet rund 45 Franken. Das Hue-Ambiance-Starterset mit zwei Glühbirnen ist ab 150 Franken zu haben.

Erstellt: 28.10.2016, 14:05 Uhr

Ohne technische Kenntnisse lässt sich der Sensor in der entsprechenden App programmieren.

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