US-Spieleentwickler am Ende?

Weil Onlinespiele wie «Cityville» an Reiz verlieren, entlässt Zynga 520 Mitarbeiter. Einige Standorte werden komplett geschlossen

Verschärft den Sparkurs: Zynga-Chef Mark Pincus. (2. Mai 2012)

Verschärft den Sparkurs: Zynga-Chef Mark Pincus. (2. Mai 2012) Bild: Paul Sakuma/Keystone

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Damit muss beinahe jeder fünfte Mitarbeiter gehen, wie das Unternehmen am Montag am Sitz in San Francisco mitteilte. Mehrere Standorte werden komplett geschlossen. So sollen jährlich 70 bis 80 Millionen Dollar eingespart werden.

Zynga war mit Spielen für Facebook gross geworden und hatte im Dezember 2011 einen milliardenschweren Börsengang hingelegt. Doch zuletzt zogen sich viele Spieler zurück, was dem Unternehmen einen Umsatzrückgang einbrockte. Zynga verdient sein Geld vor allem mit dem Verkauf virtueller Güter – etwa Traktoren oder Saatgut bei der Bauernhof-Simulation «Farmville».

Eine grosse Enttäuschung

Zynga-Chef Mark Pincus hatte bereits im vergangenen Jahr einen Sparkurs samt Stellenstreichungen eingeschlagen, der nun verschärft wird. Weil das Management etwa für Abfindungen zunächst Geld in die Hand nehmen muss, rechnet es für das laufende zweite Quartal mit einem Verlust von unterm Strich bis zu 39 Millionen Dollar.

Die Aktie brach im regulären Handel um 12 Prozent auf drei Dollar ein. Beim Börsengang hatte das Papier noch zehn Dollar gekostet. Damit gehört Zynga zu den grossen Enttäuschungen unter den jungen US-Technologiefirmen. (rek/sda)

Erstellt: 04.06.2013, 08:23 Uhr

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