Wie Netzwerk-Nutzer sich schützen können

Welche Daten soziale Netzwerke wie Facebook sammeln und was man selber dagegen tun kann.

Sammelt fleissig Daten der Nutzer: Facebook

Sammelt fleissig Daten der Nutzer: Facebook Bild: AFP

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Persönliche Daten sind für Betreiber von sozialen Netzwerken viel Wert - schliesslich bieten sie ihren Werbekunden damit die Möglichkeit, genau den richtigen Nutzern ihre Botschaften zu präsentieren. Also sammeln Seiten wie Facebook, Google+ und andere Daten, was das Zeug hält. Vielen Nutzern gefällt das nicht; selbst Nichtmitglieder geben den Netzwerken Informationen, selbst, wenn sie gar nicht wollen. Die Tipps zum besseren Schutz:

Welche Daten sollte ich in sozialen Netzwerken veröffentlichen?
Wer ein Profil in einem Netzwerk anlegen möchte, muss persönliche Daten preisgeben. Wichtig sind dabei zwei Entscheidungen: Welche Daten gebe ich an - und wer darf diese Daten lesen? Wer soziale Netzwerke zur Jobsuche nutzt, sollte einen kleinen Einblick in seine persönlichen Interessen geben. Kritisch können aber etwa Fotos aus dem Privatleben sein: Denn so weiss schnell auch der Arbeitgeber, was auf der Feier am vergangenen Wochenende geschehen ist. Der beste Datenschutz ist natürlich, Daten gar nicht erst zu veröffentlichen. Und: Das nachträgliche Löschen von Daten nützt nicht immer etwas - häufig finden sich irgendwo Spuren der alten Informationen oder Fotos.

Welche Daten sammelt Facebook von mir, wenn auf einer Internetseite der «Gefällt mir»-Knopf prangt?
Das kommt darauf an, ob der Nutzer Mitglied bei Facebook ist oder nicht. Von Nicht-Mitgliedern wird die IP-Adresse an das Unternehmen übertragen. Diese eindeutige Zahlenkombination bekommt ein Internetnutzer zugewiesen, wenn er sich ins Internet einwählt - sie funktioniert wie das Nummernschild am Auto. Bei deutschen Nutzern werden die letzten Stellen der Ziffernfolge allerdings gestrichen, sodass die Daten anonym sind. Von Mitgliedern wird mehr übertragen: Unter anderem die Seite, auf welcher der Facebook-Knopf geladen wurde, die Uhrzeit und der Browsertyp, den der Surfer nutzt. Ob jemand Mitglied ist, erkennt Facebook an einem Cookie, einer kleinen Textdatei, die beim Einloggen auf seinem Computer gespeichert wird.

Wie kann ich verhindern, dass Facebook mein Surfverhalten aufzeichnet?
Seiten wie das Technikportal Heise binden den «Gefällt mir»-Knopf nicht direkt ein, sondern laden ihn erst, wenn der Nutzer das wünscht. Diese Funktion gibt es aber nur auf wenigen anderen Seiten. Wer die Datensammlung abwehren will, kann verhindern, dass der Facebook-Knopf geladen wird. Nutzer des Browsers Firefox können dazu den Werbeblocker AdBlock-Plus nutzen. Wie sie die Filterregeln richtig einstellen, lässt sich leicht mit einer Suchmaschine herausfinden. Das Verfahren funktioniert auch mit anderen Netzwerken wie Google+. Facebook-Mitglieder können auch ihre Cookies löschen, sodass der Server nicht erkennt, dass er ein Mitglied vor sich hat.

Was passiert mit den Daten, die im Internet über mich gesammelt werden
Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten ist. Arbeitgeber nutzen das Internet auf der Suche nach Informationen über Bewerber. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann aber auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld abzubuchen. (AFP)

Erstellt: 11.09.2011, 08:58 Uhr

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